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11.4.1 Branchenbedingte Risiken
Geschlechtsneutraler Arbeitsschutz – geteilter Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt ist in weiten Bereichen immer noch in männer- oder frauendominierte Branchen geteilt. Der österreichische Arbeitsmarkt ist, wie in der EU auch, deutlich horizontal und vertikal geschlechtssegregiert. Zwei Drittel aller Beschäftigten (67 %) und 85 % der männlichen Beschäftigten haben einen männlichen Vorgesetzten. Das bedeutet, die Hälfte der weiblichen Beschäftigten hat eine weibliche Vorgesetzte, während nur 15 % der männlichen Beschäftigten eine weibliche Vorgesetzte hat. Der Anteil der Beschäftigten mit einer weiblichen Vorgesetzten ist zwischen 2000 und 2015 von 24 % auf 33 % gestiegen. Trotzdem sind Frauen nach wie vor auf der Führungs- und Entscheidungsebene deutlich unterrepräsentiert. Dadurch ist auch ihren Möglichkeiten Grenzen gesetzt, ihre Arbeitsbedingungen zu beeinflussen, mitzugestalten und auf einer Entscheidungsebene aktiv zur Vorbeugung gegen Risiken am Arbeitsplatz beizutragen. • [Fußnote: Neue Risiken und Trends bezüglich der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes von Frauen bei der Arbeit.] So sind bspw im Einzelhandel oder Reinigungsgewerbe überwiegend Frauen beschäftigt, im Bauwesen oder in der Metallindustrie Männer.