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Barbara Huber - Thomas Strobach - Julia Steurer | Praxiswissen | Fachbeitrag

4.3.1 Das Belastungs-/Beanspruchungskonzept

Das Belastungs-/Beanspruchungskonzept ist eine mögliche Herangehensweise zur Thematisierung von Einwirkfaktoren auf den arbeitenden Menschen und die dadurch entstehenden Auswirkungen. Ulich (2005) führt an, dass sich in den deutschsprachigen Arbeitswissenschaften weitgehend dieses Konzept durchgesetzt hat, demzufolge Belastung eine Einwirkungs- (objektive, von außen her auf den Menschen einwirkende Größen und Faktoren) und Beanspruchung eine Auswirkungsgröße (Auswirkungen im Menschen und auf den Menschen) darstellt. Es handelt sich nach Ulich nicht um einfache Reiz-Reaktionsmuster, sondern um Vermittlungs- und Rückkopplungsprozesse, die Beziehungen zwischen Belastung und Beanspruchung vielfältig beeinflussen. Diese Unterscheidung zwischen Belastung und Beanspruchung ist in diesem Zusammenhang deshalb von Bedeutung, da bei der Arbeitsplatzevaluierung nur die Belastungsseite betrachtet und die individuelle Auswirkung nicht thematisiert wird. Das Bild vom Rucksack als Symbol für die objektive psychische Belastung, die sich unterschiedlich je nach den Voraussetzungen eines Individuums auswirken kann (Beanspruchung und Folgen), ist bei der Evaluierung psychischer Belastung hilfreich.

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