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2.2.5 Identifikation von Risiken
Für die Identifikation von Risiken bieten sich zwei Herangehensweisen an:
- Bottom-up-Ansatz
- Top-down-Ansatz
Bottom-up-Ansatz – Risiken vor Ort identifizieren und bearbeiten
Durch einen Bottom-up-Ansatz werden innerhalb einer Teilorganisation, beispielsweise einer Station, unter Moderation des Klinischen Risikomanagers mit Experten vor Ort Risiken mit definierten Risikomanagementwerkzeugen identifiziert und bearbeitet. Diese Vorgehensweise hat den Vorteil der größtmöglichen Partizipation der im Prozess befindlichen Berufsgruppen im Gesundheitswesen.
Top-down-Ansatz – Top-Risiken vorgeben
Parallel dazu empfiehlt sich ein Top-down-Ansatz, indem strategische Risiken vom Management vorgegeben werden. Strategische Risiken können beispielsweise aus der Patientensicherheit – Österreichweite Strategie 2013 – 2016 oder von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) abgeleitet werden (8). Durch diese Herangehensweise ist sichergestellt, dass gleiche oder ähnliche Risiken, die in einer Gesundheitseinrichtung mit mehreren Stationen, dezentralen Operationssälen, Ambulanzen oder Intensivstationen mehrfach auftreten können, nicht von jeder Teilorganisation gesondert identifiziert werden müssen.