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Michael Wichtl | Muster | Checkliste

10.3.5 Anpassung des Arbeitsplatzsystems an die Arbeitnehmer

Trifft zu

Trifft nicht zu

Die Höhenabstimmung von Arbeitstisch und Arbeitsstuhl entspricht den Körperproportionen des Arbeitnehmers/der Arbeitnehmerin oder kann entsprechend eingestellt werden.

 

 

Wenn im Sitzen die Füße am Boden oder auf der Fußstütze aufgestellt sind, dann sollen Ober- und Unterschenkel einen Winkel von 90° oder etwas mehr bilden. Wenn die Fingerspitzen auf den Tasten ASDFGH (mittlere Tastenreihe) liegen, sollen die Oberarme mit den Unterarmen einen rechten Winkel bilden (Referenzsitzposition).

Bildschirmarbeit_-_richtige_Sitzhaltung

 

 

Bildschirm und Tastatur können benutzt werden, ohne dabei den Oberkörper oder den Kopf verdrehen zu müssen.

 

 

Bildschirm und Tastatur sollen möglichst zentral vor der Sitzposition aufgestellt sein, vor allem bei intensiver Arbeit mit der Tastatur, um Zwangshaltungen und Muskelverspannungen zu verhindern. Wenn hin und wieder Daten eingegeben werden und die Tastatur seitlich aufgestellt ist, dann sollte der Sessel so weit verdreht werden können und damit die Arbeitshaltung derartig bleiben, dass die Tastatur vor dem Oberkörper liegt.

 

 

Die Blickrichtung auf die oberste Bildschirmzeile soll etwas schräg nach unten gerichtet sein (ca 15 ° zur obersten Bildschirmzeile bzw ca 35 ° auf die Mitte des Bildschirmes).

Nur bei der Blickrichtung nach unten fokussieren die Augen im Nahbereich, was Voraussetzung für ein müheloses Sehen ist.

 

 

Die oberste Bildschirmzeile darf maximal auf Augenhöhe sein.

Bildschirmarbeit_-_richtige_Blickrichtung

Wenn eine Winkelneigung bzw Tiefstellung des Bildschirms bzw der Aufstellvorrichtung nicht in diesem Ausmaß möglich ist, sollten die Werte zumindest weitgehend eingehalten werden.

 

 

Die Distanz zwischen Auge und Bildschirm beträgt zwischen 50 cm bis 70 cm.

 

 

Ein Vorlagehalter ist vorhanden, weil bzw wenn immer wieder mit Vorlagen gearbeitet wird.

 

 

Die Größe des Vorlagehalters entspricht den verwendeten Unterlagen.

 

 

Die Höhe der Rückenlehne des Arbeitsstuhls ist so eingestellt, dass die größte Wölbung der Lehne den Lendenwirbelbereich (im Bereich des Hosenbunds oder Gürtels) möglichst immer abstützt.

 

 

Armlehnen sind vorhanden und sind verstellbar.

Armlehnen entlasten den Schulterbereich, weil sie das Gewicht der Unterarme abfangen. Aus diesem Grund sollten Armlehnen immer vorhanden sein.

 

 

Die Einstellungen der Armlehnen in Bezug auf Höhe, Weite und Länge sind entsprechend und passen zur Referenzsitzposition.

Wichtig ist, dass die Höhe der Lehnen der Körpergröße entspricht bzw richtig eingestellt ist. Zu hohe Lehnen bewirken ein Hochziehen der Schultern, zu tiefe Lehnen bewirken herabhängende Schultern und eine nach vorne gekrümmte Sitzhaltung.

 

 

Bei intensiver Texteingabe am Bildschirm können die bei den meist geraden Tastaturen notwendige Abwinkelung der Hände sowie die stereotypen Fingerbewegungen mit hoher Bewegungsfrequenz zu chronischen Schmerzen verbunden mit Bewegungseinschränkungen im Hand-, Armbereich führen. Es handelt sich dann um typischerweise das RSI-Syndrom (Repetitive Strain Injury).

Besserung kann erzielt werden, wenn die Arbeitsaufgabe verändert wird (weniger Texteingabe). Gegebenenfalls kann eine Tastatur verwendet wird, die einen getrennten Bereich für jeweils die linke und rechte Hand hat. Diese Handsegmente sind entsprechend der natürlichen Stellung der Hände angewinkelt.

 

 

Bei lange andauernder Tastaturbetätigung steht zur Entlastung optional eine Handballenauflage zur Verfügung.

 

 

Die Handballenauflage vor der Tastatur ermöglicht den BenutzerInnen, dass die Hände möglichst flach und entspannt auf der Tastenebene liegen.

 

 

Es gibt möglichst geringe Lärmbelastung und keine unangenehmen Störgeräusche.

Besonders informationshaltige Störgeräusche, wie Telefongespräche aus dem Nachbarbüro oder vom Nachbararbeitsplatz und Lärm, der stark in der Lautstärke schwankt (Kopierer, Drucker), werden als besonders belastend empfunden. Wenn es gelingt, den Schallpegel um nur 3 dB zu senken, verringert sich die Intensität des Schalles für die Betroffenen bereits um die Hälfte (siehe auch Lärm).

 

 

Es kommt zu keinem unangenehmen Gefühl durch Zugluft.

 

 

Es kommt zu keinen Entladungsschocks zB beim Berühren der Türschnalle.

Elektrostatische Aufladungen durch Sitzbezüge oder Bodenbeläge können zu störenden Entladungen führen, wenn man mit Metallteilen in Kontakt kommt. Diese Entladungsschocks sind nicht gefährlich, aber äußerst unangenehm. Fußbodenbeläge, das Bespannungsmaterial der Sessel und die Sesselrollen sollten deshalb antistatisch sein.

 

 

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