© FM Forum Business Solutions GmbH
A-1200 Wien, Dresdner Straße 45
E-Mail: kundenservice@forum-media.at
7.7 Weitere Zündquellen
Elektromagnetische Felder
Von Anlagen und Geräten, die hochfrequente elektrische Energie (Frequenzbereich 9 kHz = 9 x 103 Hz bis 300 GHz = 3 x 1011 Hz) erzeugen oder benutzen (Hochfrequenzanlagen), gehen – wie von allen stromdurchflossenen leitenden Teilen – energiereiche elektromagnetische Felder aus. Dazu gehören beispielsweise Funksender (zB Handy) oder medizinische, wissenschaftliche und industrielle Hochfrequenzgeneratoren zur Erwärmung, Trocknung, Härtung und zum Schweißen oder Schneiden. Leitende Teile, die sich im Strahlungsfeld befinden, wirken als Empfangsantenne und können bei ausreichender Stärke des Feldes eine explosionsfähige Atmosphäre entzünden, wenn zB Drähte durch die hochfrequente Energieleistung zum Glühen gebracht werden. Dies ist insbesondere in unmittelbarer Nähe zum Ausgangspunkt des Feldes von Bedeutung, wie auch zu beachten ist, dass nicht leitende Materialien durch hochfrequente Felder aufgrund von Resonanzeffekten der Moleküle stark erwärmt werden können. Als Kennwerte gelten eine Spitzenleistung des Strahlungsfeldes einer kontinuierlichen Hochfrequenzquelle von nicht mehr als 2 W gemittelt über 20 µsec für die Explosionsgruppe II C, 3,5 W gemittelt über 80 µsec für Gruppe II B und 6 W gemittelt über 100 µsec für die Explosionsgruppe II A sowie auch für explosionsgefährdete Bereiche mit Staub der Zonen 21 und 22, wenn die Mindestzündenergie des Staub-/Luft-Gemisches mindestens 1 MJ beträgt, als technisch sicher. In den Zonen 0 und 20 dürfen 80 % der angegebenen Kennwerte für die Strahlungsleistung nicht überschritten werden (s dazu „Gefährliche explosionsfähige Atmosphäre“ TRBS 2152, Teil 3, Kap 5.9.2, Ausgabe 2009).