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Helmut Siller - Stefan Grbenic | Praxiswissen | Fachbeitrag

2.5.6 Wie funktioniert die operative Frühwarnung mittels der multivariaten Diskriminanzanalyse?

Multivariate (multiple) Diskriminanzanalyse

Bei der multivariaten (multiplen) Diskriminanzanalyse werden mehrere Kennzahlen gleichzeitig für die Klassifikation herangezogen. Dadurch ist es – im Gegensatz zur univariaten Diskriminanzanalyse – besser möglich, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens in seiner Gesamtheit zu erfassen. Für die Auswahl der relevanten Kennzahlen ist v.a. darauf zu achten, dass diese einerseits voneinander unabhängig sind (dh unterschiedliche Informationsbereiche des Jahresabschlusses erfassen) und andererseits trennfähig sind (dh die Kennzahlen müssen im Zeitablauf bei solventen Unternehmen im Durchschnitt andere Werte aufweisen als bei insolventen Unternehmen). Ebenso wie bei der univariaten Diskriminanzanalyse kann es auch bei der multivariaten Diskriminanzanalyse zu denselben zwei Arten von Fehlklassifikationen (α-Fehler bzw β-Fehler) kommen.

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