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Daniela Michlits | Muster | Übersicht

3.3 Geldwäscheprävention (Kanzleirisikoanalyse)

Geldwäscheprävention (Kanzleirisikoanalyse)

 

Analyse der Risikofaktoren

Bewertung der Risikofaktoren

Risikominimierende Maßnahmen

Größe und Komplexität der Kanzlei

Die Kanzlei ist seit 2011 ISO-zertifiziert, aktuell gem ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagementsysteme). Im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems werden die Standards zur Erbringung der Dienstleistungen beschrieben.

Das Qualitätsmanagementsystem ist nach dem PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) aufgebaut. Jede Tätigkeit ist in einen Prozess eingebettet.

Die Struktur des Steuerberatungsbetriebes ist aus dem Organigramm ersichtlich.

Das Risiko wird mit „normal“ bewertet. Die GF hat durch das Qualitätsmanagementsystem, welches ua das jährliche interne Audit, die jährliche Managementbewertung und das jährliche externe Audit (1. Zertifierung, 2. Überwachungsaudit, 3. Überwachungsaudit, 4. Rezertifierungsaudit, usw) umfassenden Einblick in die Dienstleistungserbringung.

Das Unternehmen setzt fachlich qualifiziertes Personal ein, das in der Lage ist, für seinen Verantwortungsbereich Sachverhalte, die in Verbindung mit Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung stehen könnten, zu erkennen.

Durch Mitarbeiterschulung und -überwachung wird die Einhaltung des Qualitätsmanagementsystems gemäß ISO 9001:2015 sichergestellt.

Dauer und Art der erbrachten Dienstleistungen

Die Dienstleistungen der Kanzlei sind auf langfristige Kundenbeziehungen gerichtet. Die Annahme von einmaligen Beratungsaufträgen kommt zwar vor, ist allerdings von untergeordneter Bedeutung.

Das Dienstleistungsspektrum ist aus dem Organigramm, der Prozesslandschaft und dem Leistungskatalog ersichtlich.

Das Risiko wird mit „normal“ bewertet. Der GF sind die Klienten zu 80 % persönlich bekannt. Die Ausführung einmaliger Aufträge für einen Klienten steht in der Regel in Verbindung mit einer bestehenden Vollmacht.

Die Auftragsannahme wird ausschließlich durch die GF vorgenommen. Die GF ist in die Auftragsabwicklung oder Kontrolle eingebunden.

Die Ausführung und Kontrolle der Tätigkeiten werden personell getrennt. Dies ist in jedem Prozess des Qualitätsmanangementsystems beschrieben.

Durch zumindest 1 persönliches Gespräch eines Mitarbeiters mit dem Klienten werden besondere Sachverhalte geklärt.

Person des Auftraggebers/wirtsch Eigentümers

Die Übernahme von Aufträgen iVm PEP ist die Ausnahme. Von allen Klienten sind keine PEP vorhanden. Von allen Klienten haben ca 5 % ihren Wohnsitz außerhalb der EU.

Die Person des Auftraggebers/wirtsch Eigentümers ist bis auf wenige Ausnahmen der GF persönlich bekannt.

Das Risiko wird mit „normal“ bewertet.

In Bezug auf PEP wird eine jährliche Risikoanalyse durchgeführt. In Betreuung dieser Aufträge sind ausschließlich Mitarbeiter mit der längsten Berufserfahrung involviert.

Bei nicht persönlich bekannten Auftraggebern werden einzelfallbezogen risikomindernde Maßnahmen gesetzt.

Auftraggeberstruktur

Auftraggeberstruktur:

  • Ca 85 % natürliche Personen mit E/A- oder Überschussrechnung
  • Ca 15 % Kleinst-GmbH
  • Ca 5–10 Vereine
  • Ca 5 KöR

Branchen (Reihenfolge nach Bedeutung):

  • Dienstleister
  • Handel
  • Vermietungen
  • Ärzte
  • Gastronomie

In dem von der nationalen Risikoanalyse mit hohem Risiko eingestuften Bau-/-nebengewerbe haben wir ca 5–10 Auftraggeber.

Das Risiko wird mit „normal“ bewertet.

Die Auftraggeber sind in Branchen mit üblichen und somit für alle Mitarbeiter verständlichen und nachvollziehbaren Geschäftsmodellen tätig.

Es wird zumindest 1 persönliches Gespräch der GF über die geschäftliche Tätigkeit des Klienten geführt.

Soweit erforderlich, werden auch private Lebensumstände miteinbezogen.

Bei Auftraggebern aus Branchen, die lt (supra-)nationaler Risikoanalyse ein erhöhtes Risiko haben, wird einzelfallbezogen über die risikomindernden Maßnahmen entschieden.

Geografische Verteilung der Dienstleistungen

Die überwiegende Mehrheit der Auftraggeber betrifft Auftraggeber mit Sitz in Wien und Umgebung.

Eine Minderheit hat den Sitz im restlichen Österreich.

Ein geringfügiger Teil hat den Sitz in der übrigen EU.

Ein vernachlässigbar kleiner Teil hat seinen Sitz außerhalb der EU.

Das Risiko wird mit „normal“ bewertet.

Alle Dienstleistungen der Kanzlei beziehen sich auf den Rechtsraum Österreich und zur überwiegenden Mehrheit auf die Region der Zentrale in 1010 Wien.

 

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