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Albert Scherzer | Glossar

Laufende Überwachung

Laufende Überwachung ist die fortlaufende Kontrolle einer bestehenden Geschäftsbeziehung und der damit verbundenen Transaktionen, um sicherzustellen, dass das tatsächliche Verhalten des Kunden mit den vorhandenen Kenntnissen über ihn, sein Risikoprofil und den Zweck der Geschäftsbeziehung übereinstimmt. Sie ist ein Kernelement des risikobasierten Ansatzes und verbindet KYC-Daten mit Transaktionsbeobachtung. Laufende Überwachung umfasst die Prüfung von Transaktionen auf Plausibilität, das Erkennen ungewöhnlicher Muster, das Management von Alerts, die Aktualisierung von Kundeninformationen und die laufende Neubewertung des Risikos. In der Praxis bedeutet das, dass nicht jede Transaktion manuell geprüft wird, sondern dass risikoadäquate Verfahren, Schwellen, Regeln und Stichproben eingesetzt werden. Bei höherem Risiko steigt die Intensität, etwa durch häufigere Reviews, engere Monitoringparameter, zusätzliche Nachweise und strengere Eskalationsregeln. Laufende Überwachung ist auch aus Aufsichtssicht wesentlich, weil sie zeigt, ob ein Präventionssystem tatsächlich wirkt und nicht nur bei Onboarding ansetzt. Wenn Abweichungen auftreten, müssen sie dokumentiert, plausibilisiert oder eskaliert werden. Bleiben Auffälligkeiten ungeklärt oder verdichten sich Hinweise auf deliktische Herkunft oder Terrorismusfinanzierung, ist die Prüfung einer Verdachtsmeldung Teil der Überwachungslogik.