© FM Forum Business Solutions GmbH
A-1200 Wien, Dresdner Straße 45
E-Mail: kundenservice@forum-media.at

Neu Dokument-ID: 1274425

Albert Scherzer | Muster | Schriftsatzmuster

6.6 Muster-Risikoanalyse am Beispiel einer mittelgroßen Wiener Rechtsanwaltskanzlei

Vorbemerkungen

Rechtsanwälte sind verpflichtet, das Risiko zu analysieren und zu dokumentieren, dass ihre berufliche Tätigkeit für Zwecke der Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht wird. Eine Risikoanalyse muss dabei die konkrete Struktur, Tätigkeit und Organisation der Kanzlei widerspiegeln und in einem angemessenen Verhältnis zur Größe, zum Leistungsangebot und zur Mandantenstruktur stehen. Die Analyse soll die potenziellen Gefahren systematisch erfassen, bewerten und in weiterer Folge die Grundlage für interne Maßnahmen und Verfahren bilden, die der Erkennung, Vermeidung und Minimierung dieser Risiken dienen. Im Mittelpunkt steht zunächst die Betrachtung der inneren Kanzleistruktur. Hierzu gehört eine Bewertung der Rechtsform, der Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter, der internen Kompetenzverteilung sowie der organisatorischen Abläufe, etwa bei der Mandatsannahme oder Aktenführung. Fluktuation, unklare Zuständigkeiten, fehlende Schulungen oder unzureichende Dokumentation gelten als risikoverstärkend. Eine Kanzlei muss sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden – auch nicht-juristische – mit geldwäscherechtlich relevanten Aufgaben betraut werden können, ohne dass es zu Sicherheitslücken oder Kontrollversagen kommt. Je nach Größe und Risikoprofil kann es notwendig sein, eine verantwortliche Person oder sogar einen formellen Compliance-Beauftragten zu benennen.

Maßgeschneidert für Ihren Erfolg: Profitieren Sie von der FORUM Media Online-Welt mit fundiertem Fachwissen, Top Suchergebnissen und vielen aktuellen Themenschwerpunkten.

Als Abonnent melden Sie sich bitte mit Ihren Zugangsdaten an, um auf den Inhalt zuzugreifen.
Oder bestellen Sie jetzt das OnlineBuch Geldwäscheprävention für die Praxis in unserem Shop! Zum Shop