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6.3 Prävention von Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen
Sehr viele Kinder und Jugendliche mit Behinderungen bewegen sich ausschließlich in so genannten Sonder- und nicht inklusiven Strukturen. Sie befinden sich in Abhängigkeiten ihrer Herkunfts- und Betreuungssysteme aufgrund mangelnder Verfügbarkeit individueller Unterstützung. Ihre Lebensrealität besteht aus einem Kampf um die Bewilligung benötigter Hilfsmittel und therapeutischer Settings. Vor allem in den ärztlichen bzw therapeutischen Settings lernen sie schnell, dass mit ihnen etwas nicht stimmt und sie mit viel Übung etwas ausgleichen und erlernen sollen. Dabei machen sie früh die Erfahrung, dass ihr Körper von verschiedensten Personen berührt wird. Nur selten wird dabei Wert darauf gelegt, den Kindern und Jugendlichen zu vermitteln, wo ihre persönlichen Grenzen sind und dass sie diese auch kommunizieren dürfen. Durchgeführte Handlungen am Körper werden als notwendig erachtet und selten erklärend kommuniziert. All diese Faktoren führen dazu, dass Menschen mit Behinderung von Kindheit an besonders vulnerabel sind gegenüber verschiedensten Formen von Gewaltprävention muss also an genau dieser Stelle ansetzen: Empowerment im ganz persönlichen Alltag, von Kindheit an.