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3.1 Allgemeines
Schlagworte | Gericht | Datum | Geschäftszahl/Rechtssatznummer | Rechtssatz/Anmerkung |
Befugnisse des Lizenznehmers als Schenkungsnehmer | OGH | 30.03.2004 | 4 Ob 53/04d | Welche Befugnisse einem Schenkungsnehmer übertragen worden sind, ist – ebenso wie in Fällen der Schaffung eines Werks im Auftrag eines anderen oder der ausdrücklichen Einräumung eines Werknutzungsrechts – im Zweifel nach dem praktischen Zweck der ins Auge gefassten Werknutzung zu bestimmen (hier: Dateien einer Homepage). Von der urheberrechtlichen Qualifikation (als Computerprogramm, Datenbankwerk oder Datenbank, Sammelwerk, Werk der Literatur oÄ) hängt die Entscheidung nicht ab. |
Gutglaubenserwerb | OGH | 21.04.2009 | 4 Ob 64/09d | Kein Gutglaubenserwerb bei Verwertungsrechten. Anm: Die Offenlegung der Erwerbskette ist daher sinnvoll. |
Dienstleistung iSd Brüssel I VO | EuGH | 23.04.2009 | C-533/07, Falco Privatstiftung, Rabitsch/Weller-Lindhorst | Die bloße Rechteeinräumung ist keine Dienstleistung iSd Art 5 Nr 1 lit b Brüssel I-VO. |
Wirksamkeit von Creative Commens-Lizenzen | LG Berlin | 08.10.2010 | 16 O 458/10 | Allg zur Wirksamkeit von Creative Commens-Lizenzen: Die (bspw) aus freien Werknutzungen erwachsenden Befugnisse der Nutzer lassen die Creative Commons-Lizenzen gemeinhin unberührt. |
Schutz von Software | EuGH | 02.05.2012 | C-406/10, SAS Institute/Wald Programming Ltd |
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Angemessenes Entgelt | OGH | 16.06.2015 | 4 Ob 23/15h | Das angemessene Entgelt iSv § 86 UrhG und auch Ansprüche nach § 87 UrhG bei Erteilung eines Werknutzungsrechts steht nur dem Berechtigten und nicht mehr dem Urheber zu. |
Zwangslizenz | OGH | 26.11.2020 | RS0133331 | § 59b Abs 2 UrhG schafft – bei Vorliegen der inhaltlichen Voraussetzungen (insbesondere Verstoß gegen Treu und Glauben) – einen Anspruch auf Erteilung der Bewilligung (Lizenz) durch den berechtigten Rundfunkunternehmer zu angemessenen Bedingungen. Eine vertragliche (Zwangs‑) Lizenz muss grundsätzlich geltend gemacht und durchgesetzt werden. Wird eine Weitersendung bereits vorgenommen, muss zumindest der unstrittige Teil der Lizenzgebühr gezahlt oder sichergestellt werden. |
Exklusivlizenz/Dienstleistungsfreiheit | OGH | 25.01.2022 | 4 Ob 219/21s | Die Erteilung von territorialen Exklusivlizenzen ist im Urheberrecht nicht grundsätzlich unzulässig. Die Beschränkungen im Binnenmarkt dürfen aber keine absolute gebietsabhängige Exklusivität vorsehen, sodass jeglicher Wettbewerb zwischen verschiedenen Rundfunkunternehmern ausgeschaltet und nationale Märkte abgeschottet werden würden. |