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Christian Reiser - Dieter Toth † - Albert Scherzer | Glossar

ccTLD

Kürzel für „country code top level domain“; länderspezifische Top-Level-Domain wie zB „.at“. Es gibt über 200 ccTLDs, wobei jedem Land anhand der ISO-Norm 3166 jeweils ein Kürzel zugewiesen ist. Länderspezifische Domain-Endungen verweisen in der Regel auf die Region bzw das Sprachgebiet, an das sich die Inhalte einer Onlinepräsenz richten. Länderspezifische Top-Level-Domains setzen sich immer aus zwei Buchstaben des lateinischen Alphabets zusammen (Ausnahmen bestehen, IDN-ccTLDs). Darüber hinaus unterliegen ccTLDs meist der Verwaltung nationaler oder regionaler Registrierungsstellen, die eigene Vergaberegeln, technische Standards und rechtliche Rahmenbedingungen festlegen. Diese können etwa Anforderungen an den Sitz des Domaininhabers, bestimmte Zulassungskriterien oder Vorgaben zur Nutzung enthalten. Viele Länder nutzen ihre ccTLDs auch wirtschaftlich, indem sie sie international vermarkten – bekannte Beispiele sind „.tv“ für Tuvalu oder „.me“ für Montenegro. Mit der Einführung von internationalisierten Domainnamen (IDN-ccTLDs) können ccTLDs heute zudem in nicht-lateinischen Schriftsystemen, etwa in arabischer, chinesischer oder kyrillischer Schrift, dargestellt werden, was die sprachliche und kulturelle Vielfalt des Internets erweitert.