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7.1.2 Motivation
„Motivation“ leitet sich aus dem Lateinischen (motus – Bewegung) ab und wird übersetzt mit „Beweggründe, die das Handeln eines Menschen bestimmen“. Motivation kann nicht gelehrt werden. Motivation ist nur dann möglich, wenn Bedingungen für eine Person geschaffen werden, damit diese ihre Ziele erreichen und ihre Wünsche erfüllen kann.
Was kann man also tun, damit Lehrlinge Bedingungen vorfinden, die sie sich wünschen? Was braucht der Lehrling überhaupt, damit er motiviert ist?
Trotz all ihrer Überlegungen und Erfahrungen haben Jugendliche oft keine Perspektiven bzw Ziele. Wenn es also gelingt, den Lehrlingen Ziele aufzuzeigen, die für sie erstrebenswert sind, dann ist schon ein wichtiger Schritt getan.
Beachten Sie dabei, dass viele Jugendliche nicht mehr aus reinen Geldgründen arbeiten müssen. Die finanziellen Grundbedürfnisse werden oft durch das Elternhaus in ausreichendem Maß erfüllt. Jugendliche suchen in ihrer Tätigkeit nach einem Sinn, der neben der reinen Leistung an sich auch im Umfeld liegen kann. Das Institut für Jugendkulturforschung kam in seiner Lehrlingsstudie 2024 zur Erkenntnis, dass Jugendliche besonders nach Sicherheit und Stabilität streben. Der Ausbildungsbetrieb soll das als zweite Stütze neben dem Elternhaus bieten können. Unternehmen, die sich sozial engagieren, können dieses Engagement ebenfalls gut für die Motivation von Jugendlichen einsetzen.
Warum Ziele?
„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg!“ (Laotse)
Wichtig ist, dass die Ziele in der Lehrlingsausbildung zur Lebenswelt von Jugendlichen passen. Die Ziele sollten nicht zu weit in der Zukunft liegen und realistisch zur jeweiligen Situation passen. Einem Lehrling, der gerade begonnen hat, weil er die letzte Pflichtschule mit einem sehr schlechten Zeugnis verlassen musste, zu erzählen, dass er Vorstand werden kann, wäre unrealistisch und hätte keinen Motivationsfaktor.
Achten Sie darauf, dass Sie Ziele mit dem Lehrling zusammen SMART formulieren.
- S = Spezifisch – Ziele müssen eindeutig definiert sein.
- M = Messbar – Ziele müssen messbar sein (wer, was, wann, wie viel, wie oft).
- A = Angemessen – Ziele müssen erreichbar sein (Ressourcen).
- R = Relevant – Ziele müssen bedeutsam sein (Mehrwert).
- T = Terminiert – Ziele müssen zu einem konkreten Termin erreicht werden.
Zielsetzungs-Checkliste
- Ziele werden nach einer Eingewöhnungsphase gemeinsam mit dem Lehrling erarbeitet.
- Seine persönlichen Neigungen, Interessen und Stärken werden erfragt und berücksichtigt.
- Der Lehrling äußert seine Vorstellung von seinen Zielen und begründet diese.
- Der Ausbilder erklärt dem Lehrling, worin er selbst die möglichen Zielsetzungen sieht, und begründet seine Ansicht.
Praxistipp:
- Ziele werden mit einfachen Worten dargestellt, damit sie verstanden werden können.
- Teilziele werden vereinbart.
- Am meisten motivieren Ziele, die herausfordern, aber nicht überfordern.
- Gemeinsam werden die Übereinstimmungen und Abweichungen besprochen.
- Die Übereinstimmungen werden sofort festgehalten, die Abweichungen werden näher betrachtet:
- Welche der vom Ausbilder genannten möglichen Zielsetzungen sind vorstellbar, welche hat der Lehrling möglicherweise übersehen?
- Mit welchen Zielen kann er sich aus welchen Gründen nicht einverstanden erklären? Worin liegen die Hindernisse?
- Was müsste bei diesen Zielsetzungen passieren, damit sie akzeptabel werden? Welche Veränderungen sind realistisch?
- Welchen Nutzen könnte der Lehrling hinsichtlich der eigenen Entwicklung aus der Zielerreichung ziehen, wenn er sich diesen Herausforderungen stellt?
- Die Zielsetzungen, die sich daraus ergeben, sollten schriftlich, zB in der Zielvereinbarung, festgehalten werden.
Auch mit perfekten Zielen kann es ein wenig dauern, bis Lehrlinge anfangen, diese erreichen zu wollen oder zu können. Oft wundert man sich, warum junge Menschen, die gerade in einem Betrieb angefangen haben, keine Lust haben, ihren Aufgaben nachzukommen. Doch wenn man zu Hause nie motivierte Vorbilder erlebt hat, kein Familienmitglied ein Ziel verfolgt, kann sich das schnell auf einen selbst übertragen. Dies kann sich in einem gut funktionierenden Betrieb verändern, denn alle Mitarbeiter nehmen eine Vorbildfunktion ein.
Achtung:
Nicht nur der Ausbilder hat es in der Hand, motivierend oder demotivierend zu sein, die ganze Firma wirkt auf den Lehrling!
Tipps für den Chef
- Ein Drei-Minuten-Gespräch einmal in der Woche oder gerne auch täglich, in dem er nach Neuigkeiten oder Problemen fragt und zeigt, dass er weiß, worum es in der Ausbildung geht, vermittelt dem Lehrling: „Mein Chef hat Interesse an meiner Ausbildung. Ich bin keine billige Arbeitskraft.“
Tipps für den allgemeinen Umgang in der Firma
- Am wichtigsten ist heutzutage ein wertschätzender Umgang der Mitarbeiter untereinander, auch mit den Lehrlingen. Grüßen Sie die Jugendlichen demonstrativ! Sie haben ihre Kommunikation auf Chat-Abkürzungen reduziert, man muss sie aus der Reserve locken und ihnen viele für die übrigen Mitarbeiter selbstverständliche Verhaltensregeln und Sozialkompetenzen (siehe dazu Kapitel 7.4.3) erst beibringen.
- Ein „Danke“, gegenseitige Hilfestellungen und auch das wertschätzende Reden über Mitarbeiter, die gerade nicht anwesend sind, werten den Betrieb auf und signalisieren: „Der Betrieb nimmt nur die Besten!“
- Auch Aufnahmeverfahren gemeinsam mit der Geschäftsleitung haben sich bewährt. Schließlich muss eine Ausbildung, für die ich etwas investiert habe, um sie zu erhalten, etwas Besonderes sein.
- Setzen Sie Grenzen: konstante und allgemeingültige Regeln, die am ersten Tag eingeführt werden. Sie geben Sicherheit und ersparen Ihnen viele Diskussionen über Fairness.
- Stellen Sie den Beruf positiv dar. Vermitteln Sie, warum Ihnen Ihr Beruf Spaß macht. Die Sichtweise macht es aus, zB: Durch Arbeitszeiten am Abend oder Wochenende kann man an den freien Tagen unter der Woche viel entspannter shoppen gehen.
- Fördern Sie die Zusammenarbeit in Teams oder mit unterschiedlichen Mitarbeitern. Persönliche Bekanntschaften binden an den Betrieb.
- Nutzen Sie vorhandene Kompetenzen, zB Affinität zur Elektronik oder IT. Dies zeigt Wertschätzung und Anerkennung.
- Beziehen Sie die Ideen der Lehrlinge, zB für eine attraktive Arbeitsplatzgestaltung, mit ein.
- Geben Sie relevante Informationen frühzeitig weiter. Dann wissen die Lehrlinge, was auf sie zukommt, und fühlen sich eingebunden.
Tipps für den Ausbilder
- Kommunizieren Sie definierte Ausbildungs- und Karrierepläne, damit die Lehrlinge wissen, was auf sie zukommt und was von ihnen erwartet wird.
- Vereinbaren Sie mit dem Lehrling zusammen in diesem Rahmen Ziele.
- Werden Sie zum Mentor, an den sich der Lehrling bei Problemen wenden kann. Die Lehrlingsstudie 2024 bestätigt, dass die Ausbildungsperson für Lehrlinge der wichtigste Repräsentant für den Betrieb ist.
- Äußern Sie Lob und Anerkennung für gute Leistung, Kritik und Verbesserungsvorschläge für Fehler.
- Erzählen Sie von Mitarbeitern, die auch mit einer Lehre begonnen haben, oder lassen Sie diese Mitarbeiter selbst ihre Erfahrungen teilen.
Handlungsmöglichkeiten für Ausbilder
Bei den Lerninhalten
Geben Sie Ihren Lehrlingen die Möglichkeit, Schwerpunkte im Stoff selbstbestimmt zu wählen.
Bei Materialien und Medien
Eine ästhetische, originelle, humorvolle oder auch provokative Gestaltung weckt Neugier und steigert die Freude an der Auseinandersetzung.
Bei Lernaktivitäten
Lernende sind „ganz bei der Sache“, wenn sie aktiv involviert sind, spielerisch etwas ausprobieren oder selbst kreieren können, an einer konkreten Problemlösung arbeiten oder miteinander diskutieren. Der Ausbilder gibt ihnen die einzelnen Lernschritte nicht vor: Die Lehrlinge haben mehr Spaß daran, sie selbst zu erarbeiten.
In der Lernumgebung
Diese sollte angenehm und positiv erlebt werden. Ein Kfz-Lehrling, der bei –10 Grad immer neben dem offenen Tor der Werkstätte arbeiten muss, wird weniger Freude haben als ein Banklehrling im warmen Büro.
Spontanes Feedback
Spontanes Feedback erfolgt kurz nach der konkreten Situation und wird zum Teil unterbewusst durch Körpersprache, Mimik, Gestik oder Tonfall wiedergegeben. Lehrlinge reagieren gerade auf diese unbewussten Reaktionen sehr empfindlich und interpretieren sie als allgemeine Wertschätzung des Erwachsenen dem Lehrling gegenüber. Sie können durch verbales Feedback die spontanen Reaktionen entschärfen:
- Im Vordergrund stehen die Eigenschaften und Stärken des Lehrlings, die geschätzt werden und die es gilt, weiterzuentwickeln.
- Beschreiben Sie exakt, was Sie selbst wahrgenommen haben, was davon positiv und was davon negativ war. Gehen Sie nicht auf Gehörtes ein – das können Sie für das nächste längere Feedbackgespräch aufheben.
- Geben Sie das Feedback sofort. In einigen Situationen ist Durchatmen angebracht.
- Reagieren Sie angemessen. Lob wird nicht ernst genommen, wenn es als übertrieben empfunden wird. Unangemessene Kritik verletzt und kann jegliche Motivation zerstören.
- Gehen Sie beim Feedback von den zuvor gezeigten Leistungen aus.
- Sprechen Sie in einem kameradschaftlichen Ton.
- Bewerten Sie nicht die gesamte Person, sondern nur die Leistung.
- Beschreiben Sie Ihre Beobachtung als Ich-Botschaft und sagen Sie dem Lehrling, was Sie von ihm erwarten.
- Lob:
- Schreiben Sie das positive Verhalten den Fähigkeiten und dem Bemühen des Lehrlings zu.
- Drücken Sie Ihre Wertschätzung aus und danken Sie dem Lehrling.
- Kritik kann, wenn sie verhaltensbezogen, konkret und lösungssuchend geäußert wird, die Loyalität und die Motivation stärken.
Als Hilfestellung haben wir Motivationskarten zum Ausschneiden für Sie aufbereitet, die Ihnen helfen sollen, Ihre Lehrlinge zu motivieren.
Das Motivationsgespräch mit Leitfaden
Durch das Motivationsgespräch mit Leitfaden kann der Ausbilder herausarbeiten, was den Lehrling motiviert. Auch wenn er in den Ausbildungsgesprächen schon einen Eindruck erhalten hat, was dem Lehrling wichtig ist, kann dieser Eindruck durch ein Motivationsgespräch überprüft werden.
Verzweifeln Sie bitte nicht, wenn speziell bei den neuen Lehrlingen in den ersten Gesprächen wenig aktive Beteiligung passiert. Ermutigen Sie zu kleinen Schritten der Beteiligung und zeigen Sie, dass Sie diese ehrlich zu schätzen wissen.
Bei Motivationsgesprächen mit Leitfaden sollten die folgenden Tipps beachtet werden:
Praxistipps:
- Der Ausbilder vereinbart einen Termin mit dem Lehrling und achtet darauf, dass genügend Zeit für ein ausführliches und ungestörtes Gespräch zur Verfügung steht.
- Der Ausbilder signalisiert dem Lehrling, wie wichtig es ihm ist, mehr über seine Wünsche und Bedürfnisse zu erfahren.
- Das Treffen wird wie ein Gespräch und nicht wie ein Interview geführt. Die Besprechung sollte in informeller und entspannter Atmosphäre stattfinden.
- Die Fragen im folgenden Leitfaden sind nur ein Vorschlag. Er kann je nach Bedarf abgeändert werden.
- Der Ausbilder hört dem Lehrling zu und gibt hin und wieder Feedback, ohne ihn aber so zu beeinflussen, dass er nach den Wünschen des Ausbilders antwortet.
Motivationsleitfaden
- Welche Aufgaben findest du am anspruchsvollsten?
- Was magst du an deinem Job am meisten? Was am wenigsten?
- Welche Aufgaben möchtest du gerne übernehmen, worauf bist du neugierig?
- Was gefällt dir an der Art, wie deine Ausbilder mit dir umgehen? Was könnten wir verbessern?
- Wie kommst du mit deinen Kollegen zurecht? Was könnten wir verbessern?
- In welchen Bereichen deines Jobs würdest du gerne
- mehr Hilfestellungen erhalten?
- selbstständiger arbeiten können?
- Auf welche Entscheidungen würdest du gerne Einfluss nehmen können?
- In welcher Weise würdest du gerne die eigenen guten Leistungen gewürdigt sehen? (zB mehr Lob, Weiterbildungsmöglichkeit oder bei Projekten durch ein Social Media-Posting der Firma)
- Was gibt dir bei der Arbeit das Gefühl, herausgefordert zu werden, etwas geleistet zu haben?
- In welchen Bereichen könntest du deiner Meinung nach deine Leistungen verbessern?
- Wenn du die Interessen der Firma und der Gruppe zugrunde legst, welche Bereiche und welche Kenntnisse würdest du gerne erweitern?
- Beschreibe bitte die Art von Kommunikation, die du in unserer Arbeitsbeziehung erleben möch-test.
- Wie kann ich dich unterstützen?
- Beschreibe bitte eine Situation (die ganze Ge-schichte), in der du sehr gute Leistungen gezeigt hast.
Diese Fragen werden in das Gespräch eingebracht und geben eine Struktur. Das Interesse zeigt sich vor allem darin, dass der Jugendliche ausreden kann und ernst genommen wird. Schreiben Sie die Antworten mit und gehen Sie in dem Gespräch darauf ein, welche Bedürfnisse Sie erfüllen können, welche nicht, und begründen Sie Ihre Entscheidungen. Nehmen Sie das Motivationsgespräch als Grundlage, auf der Sie die weitere Ausbildung des Lehrlings gestalten, vor allem, wenn Sie bei ihm einen Motivationseinbruch bemerken. Schließlich verstehen Sie sich als Ausbilder als die Person, die den Jugendlichen eine Hilfestellung bei der Erreichung ihrer Ziele anbietet.
Incentives = Anreizsysteme
Hinter jedem Ziel steht immer ein Grund, dieses Ziel auch erreichen zu wollen. Dies ist die Grundlage der Motivation, das Motiv. Aus dem Motiv erwächst die eigentliche Motivation: der Antrieb, ein Ziel zu erreichen. So sind zB Neugierde und Interesse, Anerkennung und Gruppendruck wesentliche Motive. Neugierde und Interesse kommen aus einem selbst, die Motivation entsteht in der Person und nicht außen (intrinsische Motivation). Im Gegensatz dazu wird bei Anerkennung und Gruppendruck die Motivation von außen erzeugt (extrinsische Motivation).
Um die Motivation der Lehrlinge zu fördern und herausfordernde Ziele zu erreichen, werden von Unternehmen so genannte Anreizsysteme oder Incentives gestaltet. Die Wissenschaft sowie die Praxis bestätigen die Wirksamkeit von Incentives, da ein Zusammenhang zwischen Anreiz, Leistung und Zufriedenheit nachgewiesen werden konnte.
Das Besondere an Anreizsystemen ist, dass sie transparent sind und Sie schon in den Bewerbungsgesprächen darauf hinweisen können, dass Sie diese Anreize für bestimmte Erfolge in Aussicht stellen.
Dazu aber auch eine kritische Anmerkung: Nicht jede Tätigkeit muss mit Belohnung einhergehen. Machen Sie sich und Ihren Lehrlingen bewusst, dass der Arbeitsvertrag eine Leistungsvereinbarung ist. Anreize sollte es wirklich nur bei besonderen Leistungen, wie einer ausgezeichneten Lehrabschlussprüfung, geben. Im Recruiting sind Anreize überhaupt kritisch zu sehen, da sonst die Gefahr besteht, dass die Bewerber wegen dieser Anreize zu Ihnen kommen und nicht wegen des Berufes und ihres Interesses daran.
Als Anregung hier eine Tabelle, die Anreize auflistet, die von verschiedenen Betrieben angeboten werden:
Extrinsische Motivation | |
Materielle Anreize | Essensgeldzuschuss, Lehrmittelkostenübernahme, gratis Führerschein (3 Lehrjahre + Lehrabschlussprüfung „mit Auszeichnung“), Handywertkarten, Eintrittskarten für Sportveranstaltungen oder Warengutscheine, zusätzliche Urlaubstage |
| Prämien
|
Immaterielle Anreize | Weiterbildung beruflich
|
| Lernunterstützung für Berufsschule und LAP
|
Intrinsische Motivation | |
Kontakt |
|
Leistung |
|
Selbstverwirklichung |
|
Durch Anreize werden Mitarbeiter und Lehrlinge zur Arbeit und zum Lernen motiviert. Doch auch hier gilt es, Anreize mit Maß und Ziel zu verteilen.
- Gestalten Sie Incentives nach der Größe des Betriebes. Wenn ein Anreiz zu gering ist, wird er nicht dazu anregen, das Verhalten zu ändern. Ist er hingegen zu hoch, wirkt er einschüchternd und kann erst recht die Performance behindern.
- Wenn Sie bisher keine Anreize verteilt haben, dann werden Sie schon eine Notenverbesserung bemerken, wenn Sie den Lehrlingen zB EUR 50,– für einen „guten Erfolg“ und EUR 100,– für einen „ausgezeichneten Erfolg“ in Aussicht stellen.
- Gehen Sie auf die Jugendlichen ein; je individueller und damit breiter das Anreizsystem ausgestaltet ist, desto motivierender wirkt es sich aus.
- Wenn ein Anreiz zeitlich zu weit weg ist, schätzen Menschen den Vorteil daraus systematisch falsch (zu niedrig) ein.
- Falls es zu viele Wege gibt, die zu einer Belohnung führen, wird das Incentives-Modell undurchschaubar. Es schüchtert eher ein, als dass es motiviert.
- Für den Fall, dass Sie mehrere Lehrlinge ausbilden: Vermeiden Sie Wettbewerbe um Anreize – zwar können Sie damit zielstrebiges Arbeiten erreichen, sie wollen allerdings nicht zwischen konkurrierende Jugendliche geraten. Hier gilt es, die Teamdynamik über Anreize zu stellen, sonst zerstören Sie einen der wichtigsten Motivatoren: freundschaftliche soziale Beziehungen unter Jugendlichen.