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Albert Scherzer | Praxiswissen | Fachbeitrag

13 Bedeutung des Energieausweises in der Liegenschaftsbewertung

Vorgeschichte

Aufgrund der seit fünfzehn Jahren in Kraft getretenen gesetzlichen Verpflichtung zur Vorlage eines Energieausweises bei Verkauf oder Vermietung von Gebäuden und Nutzungseinheiten ist die Bedeutung einer entsprechenden Einpreisung eine wiederholt gestellte Frage, die nicht mit einer einfachen Formel zu beantworten ist. Allzu häufig wird über die Auswirkungen dieser nun einfach feststellbaren Messwerte auf die Marktsituation sowie auf die Immobilienbewertung diskutiert. Die Meinung des Marktes festigt sich dahingehend, dass sich die Energieeffizienz von Gebäuden unter Befürchtung weiterer Verteuerung von Haushaltsenergie auf das Käufer- bzw Mieterverhalten stärker als noch vor einem Jahrzehnt vorhergesehen auswirken wird. Da eine standardisierte Berechnungsmethode zur Anwendung gelangt, die zu den im Energieausweis angeführten Energiekennzahlen führt, ergibt sich eine ideale Vergleichsmöglichkeit aller Gebäude, um die energetischen Aspekte in einem hohen Maß an Genauigkeit vergleichen zu können. Während eine energieeffiziente Gebäudestruktur einen wertsteigernden Effekt hat, kommen energieverschlingende Konstrukte zusehends auf das Abstellgleis oder führen zu hohen Folgekosten, die im Hinblick auf energetische Sanierungsmaßnahmen miteinbezogen werden müssen.

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