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Neu Dokument-ID: 1097340

Mischa Blasoni - David Gloser - Martin Grill - Albert Scherzer - Stanislava Doganova | Muster | Checkliste

Durchführung der Unternehmensbewertung

  • Ermittlung des Grunds der Unternehmensbewertung durch den Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und/oder Rechtsanwalt
  • Festlegung der Funktion, in der der Bewertende tätig wird (neutraler Gutachter, Berater einer Partei oder Schiedsgutachter/Vermittler), sowie – davon ausgehend und zwingend am Bewertungszweck orientiert – Festlegung des maßgeblichen Wertmaßstabs (objektiver Unternehmenswert, Marktwert, typisierter subjektiver Unternehmenswert oder Schiedswert)
  • Erteilung des Auftrags zur Unternehmensbewertung an den Rechtsanwalt und/oder Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
  • Einholung der für die Unternehmensbewertung jedenfalls erforderlichen Unterlagen:
    • Gesellschaftsvertrag
    • Wenn kein Gesellschaftsvertrag vorhanden, Unterlagen über die zwischen den Gesellschaftern bestehenden Gepflogenheiten (bspw E-Mails, Korrespondenz, Aktenvermerke, Steuererklärungen, sonstige Unterlagen), die Rückschlüsse auf Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern zulassen, und Nachfrage bei den Gesellschaftern über die bestehenden Gepflogenheiten
    • Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen bzw Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, allenfalls auch Steuererklärungen der Gesellschafter der letzten drei Jahre
    • Unterlagen über das Marktumfeld der Gesellschaft (Konkurrenzsituation, Wachstumspotenzial des Markts, Branchenspezifika, politisches Umfeld etc)
    • Ermittlung der Organisationsstruktur des Unternehmens (Verantwortlichkeiten der Gesellschafter, Qualifikation der Gesellschafter etc)
    • Ermittlung bzw Auswertung des Kundenstamms
    • Ermittlung der Kapitalstruktur der Gesellschaft (Eigenmittel, Fremdkapital)
    • Prüfung des Unternehmensgegenstands (welches Geschäft betreibt die Gesellschaft, zB Handel, Produktion, Forschung & Entwicklung)
    • Prüfung des Stands von Produktinnovationen
    • Bevorstehende Neuerungen/Produkteinführungen
  • Festlegung der Unternehmensbewertungsmethode: Substanzwertverfahren (im Regelfall der Fortführung nur als Ermittlung einer Wertuntergrenze), Ertragswertverfahren, Discounted-Cash-Flow-Verfahren
  • Einholung weiterer Informationen bei den Gesellschaftern:
    • Planbilanzen, Plangewinn- und -verlustrechnung, Finanzplanung – jeweils als erwartungstreue, marktnah plausibilisierte Planung, nicht bloß als Management-Planung
    • Geplante (hinreichend konkretisierte) oder eingeleitete Veränderungen des Unternehmens
    • Ermittlung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens und besonderer Verhältnisse bei den Gesellschaftern (zB relevant bei Familienunternehmen)
  • Durchführung der Unternehmensbewertung auf Basis der erhaltenen Informationen und Berechnung des Unternehmenswerts
  • Überprüfung des Unternehmenswerts auf Plausibilität
  • Verfassen des Gutachtens mit folgenden Inhalten:
    • Auftrag
    • Beschreibung der Gesellschaft, insbesondere in wirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Hinsicht
    • Beschreibung der erhaltenen und verwendeten Unterlagen sowie sonstige verwendete Informationen
    • Entwicklung der Gesellschaft in der Vergangenheit und Vergangenheitsanalyse
    • Begründung des gewählten Wertmaßstabs in Abhängigkeit vom Bewertungszweck
    • Planungs- und Prognoserechnung
    • Plausibilitätsbeurteilung der Planung
    • Angewandte Bewertungsmethode und Begründung der Anwendung
    • Bewertungsschritte und Plausibilitätsbeurteilung
    • Darstellung und Bewertung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens
    • Offenlegung und Plausibilisierung des Einsatzes von KI-gestützten Analysen, sofern solche bei Planung oder Bewertung verwendet wurden
    • Bewertungsergebnis

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