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Günter Dorfmeister | Praxiswissen | Fachbeitrag

8.3 Arbeitsstudien – Arbeitsanalysen

Zu den Methoden der Feststellung des IST-Zustandes einer Organisation, die notwendig ist, um eine Optimierung im Sinne eines definierten und angestrebten SOLL-Zustandes zu erreichen, zählen im besonderen Befragungen, Beobachtungen, Zeitmessungen, Arbeitsstudien und Arbeitsanalysen (vgl Eichhorn, 1975; Hauke, 1987, REFA 1994). Die Entwicklung der Methoden des systematischen Arbeitsstudiums geht zurück auf Frederic Winslow Tailor (1856–1915), welcher sie als Teil seiner wissenschaftlichen Betriebsführung entwickelt hat. Sie dienten zur Ermittlung von Vorgabezeiten und als Grundlage zur Bemessung des Leistungslohnes im industriellen Bereich. Im Gesundheitsbereich spricht man von personenbezogenen Dienstleistungen und man geht nicht von Vorgabezeiten aus, sondern bewertet Leistungen in zeitlichen Bandbreiten. Diese Methoden haben seither eine breite Entwicklung genommen. Im Gesundheitswesen sind Arbeitsstudien (Tätigkeits-, Arbeitsablauf-, Häufigkeitsanalysen...) ebenso von Bedeutung, sie stellen die Basis von Methoden zur Personalbedarfs- und Einsatzplanung dar. Zuverlässige Daten zum Thema Arbeit lassen sich somit durch arbeitswissenschaftliche Methoden erheben.

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