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6.1 Kommunikationsstrategien
Open Loop
Wenn in einem Team ein gemeinsames Situationsbewusstsein herrscht, ist es möglich, „Open loop“ zu kommunizieren. Dabei wird von einem Teammitglied eine Anweisung ausgeführt, ohne diese zu wiederholen, um sicherzustellen, dass die Anweisung richtig verstanden wurde. Auch die Durchführung wird nicht rückgemeldet. Wenn die Anweisung unverzüglich ausgeführt wird und dies auch deutlich unmittelbar erkennbar ist, ist „Open Loop“-Kommunikation durchaus ausreichend und hat Vorteile. „So wenig wie möglich“ zu kommunizieren, bedeutet, dass Unwesentliches wegfällt und so das Arbeitsumfeld stressfreier wird. Voraussetzung für eine erfolgreiche „Open Loop“-Kommunikation sind jedoch definierte Rollen im Team und ein klar erkennbarer Teamleiter, welcher die Teamleistung überwacht, Aufgaben priorisiert und das gesamte Team über die Situation auf dem Laufenden hält. Wenn diese Kriterien nicht gegeben sind, oder wenn es sich um eine komplexere Situation handelt, wie etwa Notfälle, hat eine „Open Loop“-Kommunikation den Nachteil, dass durch die minimale Kommunikation Fehler geschehen und/oder unentdeckt bleiben. Der Wissenstand der Teammitglieder und auch der Teamleitung ist nicht einheitlich. Das jeweilige Gegenüber weiß nicht, ob das Gesprochene gehört und/oder richtig verstanden wurde (20, 171).