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3 Angebotsbestandteile, -bindung und -prüfung
Angebotsbestandteile und -bindung
Um ein aussagekräftiges Angebot zu erhalten, ist ein Vor-Ort-Termin unumgänglich. Ein Angebot sollte sämtliche Kosten widerspiegeln, die für die Errichtung und den Betrieb einer PV-Anlage anfallen, darunter
- Alle Anlagenkomponenten (inkl Montagematerial)
- Netzanschlusskosten
- Planungs-, Transport- und Materialkosten
- E-Befund, Förderabwicklung und Bauanzeige
- Leistungs- und Produktgarantien
- Ertragsberechnungen
- Vertragskonditionen
- Lieferbedingungen
- Bindefrist
- Fertigstellungstermin inkl Regelung für Versäumnisse des Elektrikers
- Zahlungsbedingungen
- Serviceleistungen
- Inbetriebnahme
- Wartung inklusive Reinigung
- Anlagendokumentation
Die Angebotsbindung ist immer im Angebot vermerkt genauso wie die Zahlungskonditionen. Übliche Angebotsbindungen sind 2 Wochen oder 4 Wochen.
Angebotsprüfung
Liegt das Angebot des Fachbetriebs vor, sollte nicht nur der Preis beachtet werden. Wichtig ist zudem, das Angebot auf Vollständigkeit zu prüfen.
Sind alle genannten Punkte wie vorhin aufgeschlüsselt im Angebot enthalten, müssen künftige PV-Anlagenbetreiber noch einmal genauer hinschauen.
Bei der Dachzeichnung sollte geprüft werden, ob verschattete Flächen mit Modulen belegt wurden und wie dies technisch gelöst wurde.
Bei den Informationen zu den Bauteilen sollten für die Komponenten Module, Wechselrichter und Montagesystem der Hersteller und die Typenbezeichnung, die Zertifizierung und die Gewährleistung angegeben sein.
Zu den PV-Modulen sollten zusätzlich mindestens folgende Angaben im Angebot enthalten sein:
- Stückzahl
- Zelltyp
- Nennleistung
- Toleranz der Nennleistung
- Zertifizierung
Ähnlich sieht es beim Wechselrichter aus, bei dem mindestens folgende Angaben zu finden sein sollten:
- Stückzahl
- AC- und DC-Nennleistung
- Europäischer Wirkungsgrad
- Gehäuseschutz
- Zertifizierungen
Bei den Montagesystemen gelten folgende Mindestangaben:
- Ausführung gemäß Dacheindeckung
- Witterungsbeständigkeit
Achtung:
Beim Angebotszusatz „oder vergleichbar“ gilt Vorsicht, da hier die Gefahr besteht, hochwertige Bauteile durch qualitativ günstigere zu ersetzen.
Wichtig ist zudem eine sehr detaillierte Aufstellung der Montage- und Installationsarbeiten, untergliedert nach AC- und DC-seitigen Arbeiten, da sich unter diesem Punkt zusätzliche Kosten verstecken können. Dazu zählen unter anderem:
- Montage von Unterkonstruktion, Modulen und Wechselrichtern
- Ziehen der Kabel im Haus
- Verschaltung der Module untereinander
- Verschaltung aller Anlagenkomponenten bis zum Wechselrichter
- Montage des Einspeisezählers
- Verschaltung von Wechselrichter und Einspeisezähler
- Netzanschluss