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Dachintegration
Die Dachintegration bezeichnet eine Bauweise, bei der Photovoltaikmodule anstelle konventioneller Dachdeckungen eingesetzt werden und somit die Funktion der äußeren Dachhaut übernehmen. Diese so genannten In-Dach-Systeme oder gebäudeintegrierten Photovoltaikanlagen (BIPV) verbinden ästhetische und funktionale Aspekte: Sie erzeugen Strom und schützen gleichzeitig das Gebäude vor Witterungseinflüssen. Im Unterschied zu aufgeständerten Systemen sind sie flächenbündig in die Dachstruktur integriert, wodurch sich Windlasten verringern und eine homogenere Optik ergibt. Technisch anspruchsvoll ist die Sicherstellung der Regendichtheit, Hinterlüftung und Ableitung von Kondenswasser. Bei geneigten Dächern werden spezielle Montagesysteme mit Unterkonstruktionen aus Aluminiumprofilen verwendet, die anstelle von Ziegeln oder Schieferplatten montiert werden. Da die Module nicht vollflächig hinterlüftet sind, treten höhere Betriebstemperaturen auf, was geringfügige Ertragseinbußen verursacht. In Österreich ist für die Dachintegration die Einhaltung bauaufsichtlicher Zulassungen und der ÖNORMEN B 3419 (Bauwerksabdichtungen), B 3691 (Dachabdichtungen) und B 1991-1-4 (Windlasten) erforderlich. Auch Brandschutz- und Blitzschutzanforderungen nach OVE E 8101 müssen berücksichtigt werden. Für denkmalgeschützte oder architektonisch sensible Gebäude kann die Integration eine Genehmigungserleichterung bringen, erfordert aber detaillierte technische Nachweise zur Wasserführung und Tragfähigkeit.