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Durchschnittliche Stromproduktion
Die durchschnittliche Stromproduktion bezeichnet die mittlere Menge an elektrischer Energie, die ein Kraftwerk oder eine Stromerzeugungsanlage über einen bestimmten Zeitraum produziert. Dieser Durchschnittswert ergibt sich, indem man die insgesamt erzeugte Energiemenge durch die Zeitspanne teilt. In der Praxis wird oft die durchschnittliche Tages- oder Jahresproduktion betrachtet. Beispielsweise kann eine Photovoltaikanlage über ein Jahr hinweg eine bestimmte Kilowattstunden-Menge erzeugen; teilt man diese durch 365 Tage, erhält man die durchschnittliche tägliche Stromproduktion. Die durchschnittliche Produktion ist ein wichtiger Kennwert, um die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit einer Anlage einzuschätzen – insbesondere bei wetterabhängigen erneuerbaren Energien. Sie glättet kurzfristige Schwankungen: Während eine PV-Anlage mittags an sonnigen Tagen Spitzenleistungen erreicht, ist nachts die Leistung Null; im Jahresmittel ergeben sich daraus bestimmte spezifische Erträge (zB etwa 900–1100 kWh pro kW_p installierter PV-Leistung in Österreich pro Jahr). Die Durchschnittsproduktion erlaubt Vergleiche zwischen verschiedenen Anlagen und hilft bei der Planung der Energieversorgung, sagt aber nichts über momentane Spitzen oder Täler aus. Daher werden zur Beurteilung einer Stromquelle sowohl ihre durchschnittliche Erzeugung als auch Extremwerte (Leistungsspitzen, minimale Produktion) herangezogen. In der Energiewirtschaft spricht man analog vom Auslastungsgrad (Kapazitätsfaktor) einer Anlage. Dieser Kennwert liegt bei Photovoltaik in Mitteleuropa nur bei etwa 10 % (PV) bzw 20–30 % (Wind), was bedeutet, dass eine PV-Anlage übers Jahr im Durchschnitt nur rund ein Zehntel ihrer Nennleistung als Dauerleistung ausschöpft.