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Flachdach
Ein Flachdach ist ein Dach mit geringer Neigung (typischerweise unter 5°), sodass es nahezu eben erscheint. Flachdächer sind häufig bei modernen Wohnhäusern, Industrie- und Gewerbebauten anzutreffen. Die Abdichtung ist bei Flachdächern besonders wichtig, da Regenwasser nicht von selbst so schnell abläuft wie bei Steildächern; meist wird ein leichtes Gefälle und ein Entwässerungssystem (Gullys, Innenabläufe) vorgesehen, um Wasseransammlungen zu vermeiden. Der Dachaufbau eines Flachdachs besteht oft aus einer Tragkonstruktion, Wärmedämmung und einer oder mehreren Schichten Dachabdichtung (Bitumenbahnen, Kunststofffolien etc), die das Gebäude vor Feuchtigkeit schützen. Flachdächer können auch begrünt (als Gründach) oder als Terrassen genutzt werden. Für Photovoltaikanlagen bieten Flachdächer einige Vorteile: Die PV-Module müssen nicht parallel zur Dachfläche montiert werden, sondern können mit Gestellen in optimalem Winkel zur Sonne aufgestellt werden (zB 10–30° Neigung). Um die Dachhaut nicht zu durchdringen, werden die Gestelle oft ballastiert (mit Betonsteinen oder Kies beschwert) anstatt festgeschraubt. Wichtig ist dabei die statische Prüfung, damit die Dachlast nicht überschritten wird, und die Windsogsicherung, da aufgeständerte Module angreifbarer für Wind sind. Durch die flexible Ausrichtung lassen sich auf Flachdächern oft höhere solare Erträge erzielen, und die Fläche kann effizient ausgenutzt werden, solange genügend Abstand zwischen Modulreihen für Verschattung und Zugänglichkeit eingehalten wird. Flachdächer müssen gewartet werden – Abflüsse sind freizuhalten und die Dachabdichtung regelmäßig zu kontrollieren. Zudem ist die Montage und Wartung von PV-Anlagen auf Flachdächern meist einfacher als auf Steildächern, da man sich dort sicherer bewegen kann.