© FM Forum Business Solutions GmbH
A-1200 Wien, Dresdner Straße 45
E-Mail: kundenservice@forum-media.at

Neu Dokument-ID: 1233180

Albert Scherzer | Glossar

Dachabdichtung

Die Dachabdichtung bezeichnet die wasserundurchlässige Schicht eines Daches, welche das Gebäude vor dem Eindringen von Niederschlagswasser schützt. Insbesondere bei Flachdächern besteht die Abdichtung meist aus Bitumenbahnen, Kunststoff- oder Gummimembranen, die vollflächig auf dem Dach verlegt und an den Nähten versiegelt werden. Bei Steildächern übernimmt die Dacheindeckung (zB Dachziegel) in Kombination mit Unterspannbahnen eine ähnliche Funktion, wobei die endgültige Abdichtung oft durch die Überlappung und Ableitung des Wassers geschieht. Eine intakte Dachabdichtung ist entscheidend für die Bauwerksdichtheit: Selbst kleine Undichtigkeiten können langfristig zu Wasserschäden und Gebäudeschimmel führen. Beim Anbringen von Photovoltaik-Anlagen auf Dächern muss die Dachabdichtung besonders beachtet werden. Montagegestelle auf Flachdächern werden häufig ballastiert (mit Gewichten beschwert), um Durchdringungen der Abdichtung zu vermeiden. Falls Dachhalterungen verschraubt oder Leitungsdurchführungen nötig sind, müssen diese sorgfältig abgedichtet werden (z.B. mittels Dichtmanschetten), damit keine Leckstellen entstehen. In Österreich sind Montagebetriebe dazu angehalten, nur zugelassene Befestigungssysteme zu verwenden und die Dachhaut nach Stand der Technik zu versiegeln. Man spricht hier auch von der Dachhaut. Selbst bei begrünten Dächern liegt unter der Vegetationsschicht eine wurzelfeste Abdichtungsbahn. Auch dort können PV-Module installiert werden, sofern das Montagesystem die Lasten verteilt und die Dachhaut intakt bleibt. Je nach Material hält eine Dacheindeckung oft viele Jahrzehnte. Steht eine PV-Installation an und das Dach ist älter, empfiehlt sich eine vorherige Sanierung, damit die Dachhaut für die nächsten 25+ Jahre (Lebensdauer der Solarmodule) dicht bleibt.