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Kritischer Sektor
Als kritischer Sektor wird ein Bereich der Infrastruktur oder Wirtschaft bezeichnet, der für das Funktionieren des Gemeinwesens essenziell ist und dessen Ausfall gravierende Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit, Gesundheit oder Ordnung hätte. Beispiele kritischer Sektoren sind Energie (Strom- und Gasversorgung), Wasserversorgung, Informations- und Kommunikationstechnik, Finanzwesen, Gesundheitswesen, Verkehr oder Lebensmittelversorgung. Diese Sektoren werden oft auch als kritische Infrastruktur zusammengefasst. Staat und Gesetzgebung definieren kritische Sektoren, um für diese besondere Schutzmaßnahmen und Sicherheitsstandards festzulegen. Im Kontext der Elektrosicherheit und Photovoltaik zählt insbesondere der Energiesektor als kritischer Sektor. Die Stromversorgung muss zuverlässig und stabil aufrechterhalten werden, da Ausfälle weitreichende Folgen haben. Daher gelten für Betreiber in diesem Sektor besondere Sicherheitsauflagen (zB in Bezug auf IT-Schutz, Notfallvorsorge und Redundanzen). Auch im Zuge der Energiewende bleibt die kritische Infrastruktur Strom ein zentrales Anliegen: Die Integration vieler dezentraler PV-Anlagen muss so erfolgen, dass die Netzstabilität nicht gefährdet wird. Zusammengefasst sind kritische Sektoren jene Bereiche, die vor Ausfällen, Angriffen oder Störungen besonders geschützt werden müssen. In der EU sind durch die NIS-2-Richtlinie insgesamt 18 Sektoren als kritisch eingestuft, einer davon ist der Energiesektor (Strom, Gas). Beispielsweise werden in kritischen Infrastrukturen des Energiesektors regelmäßig Risikoanalysen durchgeführt, Notfallpläne erstellt und Redundanzen (Ersatzsysteme) vorgehalten, um einen Ausfall unwahrscheinlich zu machen.