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Albert Scherzer | Glossar

Langsamladen

Langsamladen bezeichnet das Aufladen eines Elektrofahrzeugs oder eines Akkumulators mit vergleichsweise geringer Leistung und entsprechend längerer Ladezeit. Im Fall von Elektroautos spricht man von Langsamladen bei Nutzung herkömmlicher Wechselstrom-Ladestationen oder Haushaltssteckdosen, die typischerweise Ladeleistungen von 2 bis 11 kW bereitstellen. Ein E-Auto, das an einer 230-Volt-Schuko-Steckdose lädt (ca 2,3 kW), benötigt für eine volle Ladung viele Stunden (oft über Nacht). Auch das Laden an einer ein- oder dreiphasigen Wallbox mit 3,7 kW bis 11 kW gilt als langsames bzw Normalladen im Vergleich zu Schnellladungen mit Gleichstrom. Die Vorteile des Langsamladen liegen in der Schonung der Fahrzeugbatterie (geringere Wärmeentwicklung und Zellstress) und der besseren Nutzbarkeit von preisgünstigem oder eigenproduziertem Strom über längere Zeiträume (zB kann Überschussstrom einer PV-Anlage tagsüber direkt ins Auto geladen werden). Zudem ist die Infrastruktur kostengünstiger und einfacher: Normale Steckdosen oder AC-Ladestationen sind weit verbreitet. Nachteilig ist die lange Ladedauer – eine volle Batterie kann abhängig von deren Kapazität und Ladeleistung 4 bis 12 Stunden dauern. Langsamladen eignet sich daher vor allem beim Parken über längere Zeit (zB zuhause über Nacht oder am Arbeitsplatz), während für schnelle Zwischenladungen unterwegs leistungsstarke Schnellladestationen (DC) bevorzugt werden. Man spricht dabei auch von Normalladen. Die meisten E-Autos lassen sich im Langsamlademodus über Nacht vollständig aufladen, was im Alltag meist ausreicht. Langsamladen bildet somit das Rückgrat der täglichen E-Mobilität.