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Leistungsspitze
Eine Leistungsspitze ist der maximale Wert der Leistung, der in einem bestimmten Zeitraum von einer Anlage erzeugt oder von einem Verbraucher abgenommen wird. Im Strombereich spricht man beispielsweise von Lastspitzen beim Stromverbrauch – etwa abends, wenn viele Haushalte gleichzeitig elektrische Geräte nutzen – oder von Erzeugungsspitzen bei einer PV-Anlage zur Mittagszeit bei voller Sonneneinstrahlung. Die Leistungsspitze wird oft in Kilowatt oder Megawatt (kW bzw MW) angegeben und charakterisiert den höchsten kurzzeitigen Leistungsabruf oder -einspeisung. Das Wissen um Leistungsspitzen ist wichtig für die Planung und Auslegung von elektrischen Anlagen und Netzen. Netzbetreiber dimensionieren Transformatoren, Leitungen und Schutzeinrichtungen so, dass sie auch die selten auftretenden Spitzenlasten tragen können, ohne überlastet zu werden. Für Verbraucher, insbesondere Industriebetriebe, können hohe kurzfristige Leistungsspitzen zu höheren Netzentgelten führen (Leistungsentgelt), weil sie das Netz stärker belasten. Daher versuchen viele Betriebe, ihre Lastspitzen zu kappen – zB durch Lastmanagement oder den Einsatz von Batteriespeichern – um Kosten zu sparen und das Netz zu entlasten. Bei Erzeugern wie PV-Anlagen entspricht die Leistungsspitze in der Regel der Nennleistung (kWp), wobei diese nur bei optimalen Bedingungen erreicht wird. In großen Stromnetzen glätten sich zudem viele individuelle Lastverläufe teilweise gegenseitig, wodurch die Summe der Leistungsspitzen geringer ausfällt als die bloße Addition aller Einzelspitzen. (Beispielsweise liegt die Lastspitze im österreichischen Stromnetz meist an Winterabenden, wenn Beleuchtung und elektrische Heizungen gleichzeitig in vielen Haushalten laufen, während PV-Anlagen ihre Erzeugungsspitzen eher an sonnigen Mittagen im Sommer erreichen.)