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Redaktion FORUM Media | Praxiswissen | Fachbeitrag

3.6.4.5 Vermeiden von Fehlalarmen

Technische Voraussetzungen

Richtige Auswahl der Melder

Es sind zuerst jene Melder zu verwenden, die die besten und frühesten Auslöseeigenschaften besitzen (Rauchmelder). Bei Vorhandensein von Täuschungsgrößen sind dafür unempfindliche Melder einzusetzen.

Richtige Anordnung der Melder

Bei der Auswahl des Montageortes ist auf Störeinflüsse zu achten. zB kann ein Feuchtigkeitsschutz im Freien oder ein ausreichender Abstand zu beweglichen Einbauten nötig sein.

Alarmzwischenspeicherung

Dies ist bei punktförmigen Meldern anwendbar. Durch die Zwischenspeicherungen von ca 10–30 Sekunden können kurzfristig auftretende Störgrößen keine Alarmierung auslösen.

Zweimelderabhängigkeit

Bei großflächigen Räumen (zB Garagen, Hallen) können punktuell auftretende Täuschungsgrößen übergangen werden, wenn mindestens ein zweiter Melder ausgelöst werden muss.

Verschmutzungsgraderkennung

Bei modernen Systemen möglich; bei fortschreitender Verschmutzung wird eine Störmeldung abgesetzt.

Überspannungsschutz

Es sind Grob- und Feinschutz bei Problemen mit Schaltüberspannungen oder atmosphärischen Entladungen zu beachten.

Interventionsschaltung (technisch)

Dies ist bei automatischen BMA möglich. Das Interventionspersonal muss automatisch verständigt werden. Bei einem Zweitalarm ist unmittelbar die Feuerwehr zu verständigen.

Organisatorische Maßnahmen

Unterweisung der Mitarbeiter

Dies muss in der Brandschutzordnung und durch regelmäßige Schulungen erfolgen, wobei Mitarbeiter auf die Vermeidung von Täuschungsgrößen hingewiesen werden sollen.

Kontaktaufnahme bei Übungen

Nehmen Sie Kontakt mit der alarmannehmenden Stelle auf, bevor Sie Eigenkontrollen, Übungen oder Überprüfungen durchführen und nachdem sie diese beendet haben. Auch vor Abschlussüberprüfungen und Revisionen ist dies erforderlich.

Regelmäßige Wartung und Instandhaltung

Alle Melder sind, abhängig von ihrem Verschmutzungsgrad, regelmäßig zu reinigen bzw zu tauschen (ÖN F 3070).Wartungen durch Fachfirmen (Wartungsvertrag) sind jährlich durchzuführen. Alle zwei Jahre ist eine Revision durch eine staatlich akkreditierte Inspektionsstelle durchführen zu lassen.

Vermeidung von Täuschungsquellen

Organisatorische Regelung von Rauchverbotszonen, die Verwendung von Koch- und Heizgeräten etc

Freigabeschein beachten

Das Freigabeverfahren ist unbedingt einzuhalten und bei Heiß- (Schweißen, Trennschneiden, Flämmen, Löten) oder Staubarbeiten sind die betroffenen Brandmelder abzuschalten und entsprechende Staubschutzvorkehrungen anzubringen.

Probebetrieb

Bei Neubau oder Erweiterung einer Anlage ist ein etwa sechswöchiger Probebetrieb ohne Feuerwehr-Weiterleitung durchzuführen. Ist das Objekt schon in Betrieb und die BMA vorgeschrieben, müssen währenddessen Ersatzmaßnahmen wie Brandsicherheitsdienste erfolgen.

Staubschutz beachten

Bei Bau-, Trockenbau-, Tischlerarbeiten oder ähnlichen Staub verursachenden Gegebenheiten sind die Melder abzuschalten und gegen Eindringen von Staub zu schützen (Schutzkappen).

Interventionsschaltung (organisatorisch)

Es ist ausreichendes, ausgebildetes Interventionspersonal während der Dauer der Interventionsschaltung zu organisieren. Kommunikationsmittel und Zugang zu allen Räumlichkeiten (Schlüssel) sind notwendig.

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