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Albert Scherzer | Glossar

Plug and Play

Plug and Play (wörtlich „einstecken und loslegen“) bezeichnet in der Technik ein Konzept, bei dem Geräte oder Softwarekomponenten ohne aufwendige manuelle Konfiguration sofort einsatzbereit sind, sobald sie angeschlossen oder installiert werden. Ursprünglich prägte der Begriff die Computerwelt der 1990er-Jahre: Neue Hardware wie Peripheriegeräte (Drucker, Mäuse, USB-Sticks) konnten einfach mit dem PC verbunden werden und das System erkannte sie automatisch, lud die passenden Treiber und machte sie direkt nutzbar. Der Nutzer musste keine komplizierten Einstellungen vornehmen oder Treiberdisketten suchen – das Gerät funktionierte quasi nach dem Einstecken von selbst. Heute wird der Begriff allgemein für alle Arten von Produkten verwendet, die sich ohne Spezialwissen in Betrieb nehmen lassen. Ein „Plug-and-Play“-fähiges Smart-Home-Gerät etwa verbindet sich nach dem Einschalten automatisch mit der vorhandenen Steuerzentrale, oder ein Plug-and-Play-Solargerät (Balkonkraftwerk) kann von einem Laien in die Steckdose gesteckt und in Betrieb genommen werden, ohne einen Elektriker hinzuzuziehen (innerhalb der zulässigen Grenzen). Die Plug-and-Play-Eigenschaft beruht meist auf standardisierten Schnittstellen und Protokollen, die eine automatische Erkennung ermöglichen. Aus Anwendersicht erhöht dies den Komfort erheblich, da technische Systeme sofort funktionieren, ohne langwierige Installationsprozesse. Im Kontext der Elektrosicherheit bedeutet Plug and Play aber nicht, dass jegliche Sicherheitsprüfungen entfallen – die Geräte müssen intern so konstruiert sein, dass sie sicher betrieben werden können, sobald sie angeschlossen sind. So sind bei einem Plug-and-Play-fähigen Gerät alle Schutzmaßnahmen integriert und es wird keine weitere Kalibrierung oder Einstellung vom Nutzer verlangt, um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. Der Begriff wird gelegentlich auch im Softwarebereich verwendet, wenn sich Module oder Dienste nahtlos in ein System integrieren lassen.