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9.1 Rechtsgrundlagen und Anwendungsbereich
Historischer Rückblick
Das Kleingartentum fand seinen Ursprung in der Idee, zur Förderung der Gesundheit von Kindern, Spielplätze mit Kinderbeeten anzulegen. Der Arzt, Dr. Daniel Moritz Gottlieb-Schreber (geboren: 15.10.1808 Leipzig, gestorben: 10.11.1861 Leipzig) leitete in Leipzig in den Jahren 1843 bis 1859 eine orthopädische Heilanstalt und setzte sich für die Reform der Jugenderziehung bzw für intensive körperliche Betätigung der Kinder ein. 1864 gründete sein Schwiegersohn, Johann Hauschild, einen Verein, der einen „Tummelplatz“ für Leipziger Kinder einrichtete („Schreberverein“ bzw „Schreberplatz“). 1868 regte ein Oberlehrer, namens Gesell, an, die Kinder durch selbstständige Gartenarbeit in nähere Verbindung zur Natur zu bringen und am Rande des Spielplatzes Beete anzulegen. Aus dem Kinderspiel entwickelte sich eine ernsthafte Beschäftigung der Erwachsenen; es entstanden kleine eingefriedete Familiengärten, aus denen sich bald Gartenkolonien entwickelten, die man Schrebergärten nannte. Die Kleingartenanlagen bilden, seit sie von Schreber als Gesundheitsgärten und zur Linderung der Not des Großstadtproletariats propagiert worden waren, einen festen Bestandteil großstädtischen Erholungsraums. • [Fußnote: Geschichte Wien – www.wien.gv.at/wiki/index.php/Daniel_Moritz_Gottlieb_Schreber.]