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Dokument-ID: 1171703
5 Compliance Management System
Das deutsche Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) hat sieben Module formuliert, die ein effektives CMS-Framework ausmachen:
- Compliance-Kultur (va Vor-Bild und Integrität des Managements, „Tone at the Top“, Nulltoleranz bei Verstößen, die oberste Führung bekennt sich zu Compliance)
- Compliance-Ziele (va Festlegung der CMS-Ziele, Beschreibung der zu beachtenden Regeln je Bereich)
- Risikoidentifikation und Bewertung (va Feststellung der Compliance-Risiken und Beurteilung nach Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Folgen, Maßnahmen zur Risikosteuerung und Überwachung der Wirksamkeit der Maßnahmen)
- Compliance-Programm (va interne Richtlinien der Geschäftsführung, Hinweisgeber-System [Whistleblowing], Maßnahmen bei festgestellten Regelverstößen; IKS inkl Funktionstrennung, Authority Limits, Vier-Augen-Prinzip und Berechtigungskonzepte; Geschäftspartner-Due Diligence; „KYP!“ [„Know your partner“]: Lerne Deinen Partner genau kennen! Das sollte auch für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten gelten)
- Compliance-Organisation (va Budgetierung von ausreichend Ressourcen für die Umsetzung des Compliance-Programms, Integration des CMS in das IKS bzw das Risikomanagement-System)
- Compliance-Kommunikation und Schulung (Verhaltensregeln [zB Code of Conduct, Whistleblower Policy, Regeln zur Geschenkannahme] allen Betroffenen nachweislich zur Kenntnis bringen, Mitarbeiterschulungen – besonders auch für neu eintretende Mitarbeiter – auf Basis des Ergebnisses der Risikobewertung; Festlegung und Kommunizieren des Vorgehens bei festgestellten Regelverstößen)
- Compliance-Überwachung und -Verbesserung (va Feststellung der Zuständigkeit für die Überwachung durch Prozessunabhängige, Entwicklung eines Audit-Plans, Bereitstellen von Ressourcen für die Audit-Durchführung, Reporting bei Schwachstellen und Verstößen, Monitoring der Angemessenheit und Wirksamkeit)