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Dokument-ID: 1097340
Durchführung der Unternehmensbewertung
- Ermittlung des Grunds der Unternehmensbewertung durch den Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und/oder Rechtsanwalt
- Festlegung der Funktion, in der der Bewertende tätig wird (neutraler Gutachter, Berater einer Partei oder Schiedsgutachter/Vermittler), sowie – davon ausgehend und zwingend am Bewertungszweck orientiert – Festlegung des maßgeblichen Wertmaßstabs (objektiver Unternehmenswert, Marktwert, typisierter subjektiver Unternehmenswert oder Schiedswert)
- Erteilung des Auftrags zur Unternehmensbewertung an den Rechtsanwalt und/oder Steuerberater und Wirtschaftsprüfer
- Einholung der für die Unternehmensbewertung jedenfalls erforderlichen Unterlagen:
- Gesellschaftsvertrag
- Wenn kein Gesellschaftsvertrag vorhanden, Unterlagen über die zwischen den Gesellschaftern bestehenden Gepflogenheiten (bspw E-Mails, Korrespondenz, Aktenvermerke, Steuererklärungen, sonstige Unterlagen), die Rückschlüsse auf Vereinbarungen zwischen den Gesellschaftern zulassen, und Nachfrage bei den Gesellschaftern über die bestehenden Gepflogenheiten
- Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen bzw Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, allenfalls auch Steuererklärungen der Gesellschafter der letzten drei Jahre
- Unterlagen über das Marktumfeld der Gesellschaft (Konkurrenzsituation, Wachstumspotenzial des Markts, Branchenspezifika, politisches Umfeld etc)
- Ermittlung der Organisationsstruktur des Unternehmens (Verantwortlichkeiten der Gesellschafter, Qualifikation der Gesellschafter etc)
- Ermittlung bzw Auswertung des Kundenstamms
- Ermittlung der Kapitalstruktur der Gesellschaft (Eigenmittel, Fremdkapital)
- Prüfung des Unternehmensgegenstands (welches Geschäft betreibt die Gesellschaft, zB Handel, Produktion, Forschung & Entwicklung)
- Prüfung des Stands von Produktinnovationen
- Bevorstehende Neuerungen/Produkteinführungen
- Festlegung der Unternehmensbewertungsmethode: Substanzwertverfahren (im Regelfall der Fortführung nur als Ermittlung einer Wertuntergrenze), Ertragswertverfahren, Discounted-Cash-Flow-Verfahren
- Einholung weiterer Informationen bei den Gesellschaftern:
- Planbilanzen, Plangewinn- und -verlustrechnung, Finanzplanung – jeweils als erwartungstreue, marktnah plausibilisierte Planung, nicht bloß als Management-Planung
- Geplante (hinreichend konkretisierte) oder eingeleitete Veränderungen des Unternehmens
- Ermittlung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens und besonderer Verhältnisse bei den Gesellschaftern (zB relevant bei Familienunternehmen)
- Durchführung der Unternehmensbewertung auf Basis der erhaltenen Informationen und Berechnung des Unternehmenswerts
- Überprüfung des Unternehmenswerts auf Plausibilität
- Verfassen des Gutachtens mit folgenden Inhalten:
- Auftrag
- Beschreibung der Gesellschaft, insbesondere in wirtschaftlicher, rechtlicher und steuerlicher Hinsicht
- Beschreibung der erhaltenen und verwendeten Unterlagen sowie sonstige verwendete Informationen
- Entwicklung der Gesellschaft in der Vergangenheit und Vergangenheitsanalyse
- Begründung des gewählten Wertmaßstabs in Abhängigkeit vom Bewertungszweck
- Planungs- und Prognoserechnung
- Plausibilitätsbeurteilung der Planung
- Angewandte Bewertungsmethode und Begründung der Anwendung
- Bewertungsschritte und Plausibilitätsbeurteilung
- Darstellung und Bewertung des nicht betriebsnotwendigen Vermögens
- Offenlegung und Plausibilisierung des Einsatzes von KI-gestützten Analysen, sofern solche bei Planung oder Bewertung verwendet wurden
- Bewertungsergebnis