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09.03.2026 | Arbeitssicherheit & Brandschutz | ID: 1257152

Desk-Sharing – wann fördert es die Produktivität?

WEKA (kp)

Wenn Mitarbeiter nicht regelmäßig im Büro sind, zB durch Außendienste oder Home-Office, wird Desk-Sharing verstärkt als Lösung angesehen. Wann aber fördert Desk-Sharing die Produktivität und wie müssen die Arbeitsplätze gestaltet sein?

Desk-Sharing: Wie sehen es die Arbeitnehmer?

Diese Frage war Teil einer Studie zu den Auswirkungen sowie die physischen und psychischen Belastungen bei Desk-Sharing. Befragt wurden 2.000 Beschäftigte und Führungskräfte. Die Befragten kamen aus unterschiedlichen Branchen.

Die Meinungen dazu gehen weit auseinander:

  • Knapp 60 % waren mit Desk-Sharing zufrieden. Gleichzeitig würde ca die Hälfte der Befragten einen fixen Arbeitsplatz bevorzugen. Knapp 20 % waren wenig bis gar nicht zufrieden.
  • Ca 30 % empfanden den Einfluss auf die Produktivität als negativ, 20 % als positiv.
  • Ihre psychische Gesundheit sahen ca 25 % negativ beeinflusst, 15 % positiv, die übrigen sahen keinen Einfluss auf ihre psychische Gesundheit.
  • Von 30 % störend empfunden wurde, dass sie ihren Arbeitsplatz täglich aufräumen müssen.

Wichtigste positive Faktoren waren mehr Kontakt und Erfahrungsaustausch sowie die Möglichkeit für Homeoffice. Als wichtigster negativer Einflussfaktor genannt wurde, dass man durch vorbeigehende Personen oder Gespräche anderer gestört wurde.

Desk-Sharing: Wie können Arbeitgeber Zufriedenheit und Produktivität fördern?

Die Studienergebnisse legen die Vermutung nahe, dass Arbeitgeber durch organisatorische Maßnahmen wirksame Hebel in der Hand haben:

  • Ein gut durchdachtes Konzept erstellen, Sicherheit und Gesundheit berücksichtigen, inkl Lärmschutzkonzept, vielfältigen Arbeitsbereichen und einer ansprechenden Atmosphäre
  • transparente und frühzeitige Kommunikation und Beteiligung der Beschäftigten vor und nach der Einführung von Desk-Sharing, inkl Regeln für Ordnung, Sauberkeit und Hygiene
  • Regelung der Teilnahme an Desk-Sharing, Ausnahmen gut begründen, Etablieren und Durchsetzen von Nutzungsregeln
  • ausreichende Anzahl an Arbeitsplätzen, die Reservierung von Arbeitsplätzen vorab ermöglichen
  • Finden von Kollegen erleichtern

Desk-Sharing: Was erwartet die Arbeitsinspektion?

Für die Bildschirmarbeitsplätze gelten dieselben ergonomischen Regeln wie bei fixen Arbeitsplätzen:

  • Bürotisch und Bürostuhl müssen individuell einstellbar sein.
  • Die Tastatur muss vom Laptop unabhängig und die Bildschirmgröße an die Arbeitstätigkeit angepasst sein.
  • Anpassbare Temperatur, gutes Raumklima
  • Ausreichende, individuell anpassbare Beleuchtung und Tageslicht

Quellen:

Studie der Deutschen DGUV: Desk-Sharing-Studie zu psychischen Belastungsfaktoren und Ansätze für die Gestaltung — DGUV forum

Österreichische Arbeitsinspektion: Bildschirmarbeitsplätze

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