8.1.3 Innergemeindlicher Instanzenzug?
In den Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereichs der Gemeinde besteht ein zweistufiger Instanzenzug • [Fußnote: Art 118 Abs 4 B-VG.] , der durch den jeweils zuständigen Materiengesetzgeber ausgeschlossen werden kann. • [Fußnote: VwGH 12.11.2020, Ro 2019/04/0001.] Das IFG enthält zur Frage eines innergemeindlichen Instanzenzuges keine ausdrückliche Regelung. Es ist in der Lit und der bisherigen Rsp • [Fußnote: Gegen den innergemeindlichen Instanzenzug: LVwG Ktn 13.11.2025, KLVwG-1828/5/2025; LVwG NÖ 07.01.2026, LVwG-AV-1463/001-2025; für den Instanzenzug: LVwG NÖ 05.02.2026, LVwG-AV-1517/001-2025; LVwG NÖ 10.02.2026, LVwG-AV-79/001-2026;11.02.2026, LVwG-AV-130/001-2026, LVwG-AV-112/001-2026; LVwG Ktn 03.03.2026, KLVwG-453/2/2026; LVwG Bgld 30.01.2026, E 301/14/2026.002/002. ] umstritten, ob ein solcher Instanzenzug besteht, wenn ein Gemeindeorgan einen Informationsverweigerungsbescheid erlässt, der sich auf eine Angelegenheit des eigenen Wirkungsbereichs bezieht. Dies ist von erheblicher praktischer Relevanz, weil die gesamte Privatwirtschaftsverwaltung der Gemeinde • [Fußnote: VwGH 26.02.2020, Ra 2019/05/0047.] in den eigenen Wirkungsbereich der Gemeinde fällt. • [Fußnote: Art 118 Abs 2 B-VG.]