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Gernot Wurm | Praxiswissen | Fachbeitrag

4.3 Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien

Allgemeines

Lithium (chemisches Zeichen Li) ist ein äußerst reaktives Leichtmetall der Gruppe der Alkalimetalle, zu denen auch Natrium (Na) und Kalium (K) zählen. Die chemische Reaktivität des Metalls beruht auf der Eigenschaft leicht ein Elektron abzugeben und dadurch in den positiv geladenen Ionen-Zustand überzugehen (Li+-Ion). Diese Eigenschaft ermöglicht es durch Kombination mit geeigneten, Elektronen aufnehmenden Stoffen, den mit dem Elektronenübergang zwischen den durch ionendurchgängige Separatoren als räumlich getrennte Elektroden angeordneten Polen („Plus“-Pol Anode, „Minus“-Pol Kathode) über ein zwischen den Elektroden befindliches elektrisch leitendes Medium (Elektrolyt) stattfindenden Stromfluss zu nutzen. Durch entsprechende Anordnung in einer „Zelle“ ist der Prozess grundsätzlich umkehrbar, dh Li-Ionen-Zellen sind durch Energiezufuhr (Ladestrom) wieder aufladbar. Solche Zellen werden als „Sekundärelemente“ oder Akkumulatoren bezeichnet (vgl Blei-Akkus, wie sie in herkömmlichen Kfz verwendet werden). Nicht wieder aufladbare Bauarten werden als „Primärzellen“ bezeichnet. Lithium-Primärzellen, die aufgrund ihrer Eigenschaften und besonderen Ausgestaltung (zB Knopfbatterien) in vielen Bereichen in breiter Anwendung stehen, dürfen keinesfalls wieder aufgeladen werden, da sie dabei zur Explosion neigen.

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