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WEKA (msc) | News | 24.09.2015
Lärm am Arbeitsplatz: Wirksamkeit von Otoplastiken als Gehörschutz
Die Berufsgenossenschaft Holz und Metall hat in einer Langzeit-Studie über zwölf Jahre die Schutzwirkung von Otoplastiken gegen Lärm untersucht. Im Fokus standen auch die Zufriedenheit der Nutzer und der Vergleich zu anderen Gehörschutz-Varianten.
Otoplastiken bieten besseren Gehörschutz
Über zwölf Jahre hat die deutsche Berufsgenossenschaft Holz und Metall in einer Langzeit-Studie die Lärmschutzwirkung von Otoplastiken mit anderen Gehörschutzvarianten, wie Gehörschutzwatte, -stöpseln oder -kapseln, verglichen. Otoplastiken sind Formpassstücke, die in das Ohr eingesetzt werden und als Lärmschutz dienen können. An der Studie nahmen 103 Versicherte aus Betrieben der Branchen Blechverarbeitung, Behälterbau und Metallbearbeitung sowie -verarbeitung teil.
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Gehörschutz-Otoplastiken grundsätzlich einen besseren Schutz für das Gehör bieten, als andere Gehörschutzvarianten. Insgesamt konnte man im teilnehmenden Personenkreis nach Ausstattung mit Otoplastiken eine deutlich geringere Zunahme der Hörverlustsumme feststellen: Die mittlere Zunahme des Hörverlustes bei Verwendung von herkömmlichem Gehörschutz betrug zu Beginn der Studie ca 7 dB pro Jahr. Dieser Wert konnte im Untersuchungsverlauf mittels Otoplastiken auf ca 2 dB pro Jahr gesenkt werden. Bei dauerhafter und konsequenter Verwendung der Otoplastiken wurde darüber hinaus keine weitere Zunahme der Hörverlustsumme in den ersten sechs Studienjahren beobachtet.
Große Zufriedenheit bei Otoplastik-Trägern
Als besonderer Vorteil von Gehörschutz-Otoplastiken wird der hohe Tragekomfort von Otoplastiken angegeben, aus dem eine hohe Zufriedenheit von Otoplastik-Trägern resultiert. Innerhalb der Vergleichsstudie befand ein Großteil der Versuchspersonen Otoplastiken als besser oder zumindest gleich gut gegenüber anderen Gehörschutzvarianten. 70 % aller Personen waren mit ihren Otoplastiken zufrieden und trugen diese häufiger und länger in lärmexponierten Bereichen. So konnte in den ersten fünf Studienjahren für Otoplastiken eine Tragequote von 85 % erreicht werden, welche in den folgenden Jahren geringfügig auf 79 % sank (für Watte, Stöpsel und Kapseln wird üblicherweise ein Erfahrungswert von 50 % angenommen). Als Erklärung für das Absinken der Tragequote wurden ein hoher Hygieneaufwand und das häufige Verstopfen der Filterelemente genannt.
Mitarbeit an nachhaltiger Schutzwirkung
Problematisch bei Gehörschutz-Otoplastiken ist, dass die Schutzwirkung deutlich geringer als angenommen ausfallen kann. Gründe dafür können eine ungenaue Abformung des Gehörgangs und der Ohrmulde bei der Anfertigung von Otoplastiken oder auch altersbedingte Veränderungen der Ohrphysiologie sein. Um eine nachhaltige Schutzwirkung zu gewährleisten sind deshalb regelmäßige Kontrollen der Funktionsfähigkeit von Otoplastiken und funktionale Prüfungen unerlässlich. Da auch falsche Anwendung bzw Einsetzen in den Gehörgang zu Schutzmängeln führen kann, sollten jedenfalls auch regelmäßige Unterweisungen und Übungen durchgeführt werden.
Ihr Weg zur gesamten Studie
Die gesamte Studie der Berufsgenossenschaft Holz und Metall finden Sie hier:
Weiterführende Informationen
Mehr zum Thema Gehörschutz und Persönliche Schutzausrüstung finden Sie im Werk „Unterweisungs-Vorlagen Arbeitssicherheit“: Mehr Infos und Bestellmöglichkeit
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