6.8.1 Staubbelastung – Unterweisung
Unterweisungshilfe für: Arbeiten unter Staubbelastung
Bezeichnung/Kurzbeschreibung |
… [Firmenname/Type] |
Standort |
zB Tischlerei |
Normaler Betrieb
Was kann passieren?/Was ist zu tun? |
Wie und welcher Staub kommt in die Lunge? Staub wird beim Einatmen über Nase und Mund aufgenommen. Grundsätzlich gilt: Je kleiner die Staubpartikel sind, desto tiefer können sie in die Lunge vordringen. Größere Staubteilchen, der Grobstaub (Partikel > 10 µm), gelangen beim Atmen über die Nase und den Mund, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre bis in die Bronchien. Kleineren Staubteilchen, Feinstaub (Partikel < 10 µm), sind so klein, dass die einzelnen Teilchen für den Menschen nicht mehr sichtbar sind. Diese gelangen bis in die tiefen Abschnitte der Lunge, d h über die Bronchien bis in die Lungenbläschen (Alveolen) Kommt der Staub wieder heraus? Gesunde Atemwege können mit einer gewissen Menge Staub fertig werden, dafür sind sie ausgerüstet, Grobstaub wird einfach wieder ausgeatmet oder abgehustet. Die Flimmerhärchen in den oberen Abschnitten der Bronchien können die eingeatmeten Staubteilchen, Krankheitserreger und andere Fremdkörper in Richtung Rachen und Mund transportieren (wie mit einem Besen). Dort werden sie dann entweder verschluckt oder ausgeniest. Dieser Vorgang dauert ca 1–2 Tage. Je kleiner die Staubteilchen sind, umso tiefer können sie in die Atemwege eindringen. Gelangt sehr feiner Staub (Partikel < 10 µm), wie Schweißrauch oder Zigarettenrauch in die tiefen Verästelungen der Bronchien bis zu den Lungenbläschen (Alveolen), können bestimmte Partikel zunächst noch von sog Fresszellen aufgenommen sowie über Monate bis Jahre abgelagert und unschädlich gemacht werden. Wann wird die Lunge überlastet? – Erste Anzeichen Wird ständig zu viel Staub eingeatmet und kann das Gleichgewicht zwischen Einatmung und Abtransport nicht eingehalten werden, so füllen sich die Atemwege mit Schleim, die Schleimhaut ist gereizt. Die Lungenbläschen, in denen der Sauerstoffaustausch aus der Atemluft in das Blut erfolgen soll, sind verstopft und entzünden sich. Damit wird die Sauerstoffzufuhr für den Körper eingeschränkt. Erste Überlastungszeichen sind häufiges Räuspern, andauernder Husten und Schleimbildung. Diese ersten Symptome sollten immer ernst genommen werden! Eine Einschränkung der Lungenfunktion ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht spürbar, aber schon messbar! Daher Arbeitsmediziner oder Sicherheitsfachkraft verständigen. Zusätzliche Risikofaktoren Rauchen ist die Hauptursache für die Entstehung einer chronisch obstruktiven Atemwegserkrankung (COPD) Rauchen in Kombination mit einer beruflichen Feinstaubbelastung steigert das Erkrankungsrisiko erheblich! Maßnahmen gegen Staub
Zusätzliche Unterweisungspunkte
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