4.1 Was ist ESG?
Um eine nachhaltige Zukunft zu verwirklichen, sollten (müssen) Unternehmen und (öffentliche) Organisationen ESG-Aspekte (Umwelt, Soziales & Governance) bei ihren Entscheidungen berücksichtigen. Komplexe Entwicklungen und Risiken müssen rechtzeitig erkannt und berücksichtigt werden. Klimakrise, Rohstoffverknappung und -abhängigkeiten, ein enormer Biodiversitätsrückgang, soziale Ungerechtigkeiten und globale Gesundheitskrisen sind nur einige der Entwicklungen, die die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen beeinflussen. Nachhaltigkeit und sozial engagiertes Handeln werden einen zentralen Platz in der Strategie einer Organisation einnehmen (müssen) und sie werden eine Leitlinie für diese Transformation sein. Dabei betrifft ESG den eigentlichen Geschäftszweck, die Wertschöpfung genauso wie Beziehungen zu sämtlichen Stakeholdern (Gesellschaftern, Mitarbeitern und Management, Geschäftspartnern etc) und die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens. • [Fußnote: https://www.tpa-group.at/ – zuletzt besucht am 08.04.2022.] Im Sinne der Transparenz und Vergleichbarkeit wird darüber berichtet. • [Fußnote: https://www.pwc.at/de/dienstleistungen/unternehmensberatung/nachhaltigkeit.html] Diese mehr oder weniger ausführliche Definition umschreibt den Begriff ESG. Es gibt kaum einen Artikel, kaum ein Event, kaum ein Unternehmen, welches sich nicht dem Thema ESG verschrieben hat. Das ist auch gut so, aber was bedeutet ESG und im Detail, was bedeutet es für die Bau- und Immobilienbranche? Nur so viel vorab – Rund ein Drittel der CO2-Emissionen in der EU entfallen auf Gebäude. Auch das Abfallaufkommen sowie der Rohstoffverbrauch der Bau- und Immobilienbranche ist enorm. Um also die Klimaziele zu erreichen und dem Green Deal zu entsprechen, muss auch die Immobilienwirtschaft Verantwortung übernehmen. • [Fußnote: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20220328_OTS0038/eu-taxonomie-kooperation-zwischen-pwc-oesterreich-und-oegni-bietet-erstes-full-service-angebot-fuer-immobilienzertifizierung-bild]