4.2 ESG und die Immobilienwirtschaft
Environmental – also die Ökologie –, Social – also soziale Themen – und Governance – lautet übersetzt so viel wie Unternehmensführung: Wer sich schon mit Gebäudezertifizierungen, wie zum Beispiel der DGNB (Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen) beschäftigt hat, dem sind diese Begriffe bereits bekannt. Hier werden alle drei Säulen der Nachhaltigkeit Ökologie, Ökonomie und Soziales gleich stark gewichtet und als Einheit betrachtet. Nur wenn sich eine ökologisch nachhaltige Immobilie auch langfristig rechnet, ist sie auch tatsächlich nachhaltig. Fühlen sich die Menschen, die darin arbeiten und wohnen nicht wohl, wird die Akzeptanz für das Gebäude nicht beständig sein. Ergänzt man nun diese Grundsätze einer nachhaltigen Immobilie mit beispielsweise den Inhalten der GRI, erhält man mehr oder weniger das, was ESG in der Immobilienbranche bedeutet. Eigentlich also keine neue Thematik – damit beschäftigt hat sich aber noch ein relativ geringer Prozentsatz der Akteure. Der große Mehrwert einer Gebäudezertifizierung ist die Transparenz und das Vorhandensein der Daten. Also auch die Voraussetzung, dass ESG überhaupt funktionieren kann.