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Robert Seeberger | Praxiswissen | Fachbeitrag

4.5 Sicheres Arbeiten bei Gewittern

Im Sommer häufen sich Gewitter mit Starkniederschlägen und Blitzen, diese können aber das ganze Jahr über auftreten. Das im Arbeitsschutz entscheidende STOP-Prinzip muss auch als Schutz vor Gewittern angewandt werden. S, die Substitution bedeutet, dass bei Gewittern die Arbeiten im freien Gelände, im Gebirge und auf Baustellen sofort abzubrechen sind. Eine technische Maßnahme (T) ist das Vorhandensein einer normgerecht ausgeführten Blitzschutzanlage. Für den Blitzschutz in Österreich ist die ÖNORM EN 62305 maßgeblich. Sie regelt die Planung, Installation, Prüfung und Wartung von Blitzschutzanlagen. Damit werden Gebäude gegen direkte und indirekte Blitzschläge geschützt. Der direkte Blitzschlag wirkt auf ein Gebäude ein und hat mechanische Beschädigungen und Brände zur Folge. Wenn ein Blitz in der Nähe des Gebäudes einschlägt und durch die resultierenden Überspannungen elektrische Leitungen und Geräte zerstört und Menschen gefährdet werden, spricht man von indirekter Wirkung der Blitze. Die EN 62305 stellt den Schutz vor Bränden, Überspannungen und den Personenschutz sicher.

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