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Christian Reiser - Dieter Toth † - Albert Scherzer | Glossar

Cache

Zwischenspeicher, in dem häufig abgerufene Informationen abgelegt werden. Das Wort stammt aus dem Französischen und bedeutet „Versteck“. Der Cache-Speicher arbeitet mit dem Arbeitsspeicher zusammen. Zwei seiner Charakteristika sind die extrem schnelle Zugriffszeit sowie das vergleichsweise kleine Volumen. Flüchtige und begleitende Vervielfältigung gem § 41a UrhG kann unter anderem auch im Cache-Speicher erfolgen. Beim PC des Nutzers besteht ein so genannter „lokaler Cache“. Aus diesem werden etwa aufgerufene Internet-Seiten direkt geladen, wenn diese Seite bereits vorher einmal gewählt worden und daher in diesem Speicher vorhanden ist. Darüber hinaus existieren verschiedene Arten von Cache-Speichern, die auf unterschiedlichen Ebenen eines Computersystems eingesetzt werden. So gibt es beispielsweise Prozessor-Caches (L1, L2 und L3), die unmittelbar in die CPU integriert sind und häufig benötigte Befehle oder Daten zwischenspeichern, um die Rechengeschwindigkeit zu erhöhen. Auch Betriebssysteme und Anwendungen nutzen Caching-Mechanismen, um Ladezeiten zu verkürzen und Systemressourcen effizienter zu verwenden. Im Internetumfeld kommen zusätzlich Proxy-Caches und Content-Delivery-Netzwerke (CDNs) zum Einsatz, die Inhalte zwischenspeichern, um Datenverkehr zu reduzieren und den Zugriff für Nutzer weltweit zu beschleunigen.