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Albert Scherzer | Glossar

Scraping

Scraping (oder Web-Scraping) bezeichnet den automatisierten Prozess, Daten von Webseiten oder anderen Quellen zu extrahieren und weiterzuverarbeiten, ohne auf eine API (Application Programming Interface) der Webseite angewiesen zu sein. Dabei sendet ein Programm oder Skript (zB mithilfe von Python-Bibliotheken wie Scrapy) eine HTTP-Anfrage an eine Webseite, ruft deren Inhalte, wie HTML-Quellcode, JavaScript-Daten oder sichtbare Texte, ab und parst diese, um gezielt Informationen herauszufiltern. Die extrahierten Daten können in strukturierter Form gespeichert, analysiert oder verarbeitet werden, etwa als Tabelle, Datenbankeintrag oder Diagramm. Scraping wird in einer Vielzahl von Anwendungen genutzt. Beispielsweise können E-Commerce-Unternehmen Preisdaten, Produktbewertungen und Verfügbarkeiten von Konkurrenzseiten sammeln, Analysten Trends aus sozialen Medien auswerten oder Nachrichtenportale Inhalte aggregieren. Ein typisches Beispiel ist das Sammeln von Produktdaten wie Name, Preis und Bewertungen aus Onlineshops, um Preisvergleiche zu erstellen. Ebenso lässt sich Scraping verwenden, um Immobilienportale nach Miet- und Kaufangeboten zu durchsuchen, wissenschaftliche Artikel zu analysieren oder öffentliche Datenbanken auszuwerten. Während Scraping wertvolle Einblicke und Automatisierungsmöglichkeiten bietet, ist es rechtlich sensibel: Viele Webseiten verbieten in ihren Nutzungsbedingungen das Scraping, und das Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen wie CAPTCHAs oder Sperren kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Es ist daher wichtig, die lokalen Gesetze und die Regeln der jeweiligen Webseite zu beachten, um sowohl technische als auch rechtliche Aspekte einzuhalten.