Datendurchsatz
Der Datendurchsatz definiert sich als die Netto-Datenmenge pro Zeiteinheit, die über ein kabelgebundenes oder kabelloses Netz übertragbar ist. Einheit: Bit/s. Die maximale Durchsatzrate beträgt im lokalen Netz bspw 1.000 Gbit/s, was etwa 100 Megabyte/s (1 Byte = 8 Bit + Fehlerkorrektur) entspricht. Im Gegensatz zur theoretischen Bandbreite, die die maximale Kapazität angibt, berücksichtigt der Datendurchsatz alle Einflüsse, die die Übertragung in der Praxis verlangsamen, wie etwa Protokoll-Overhead, Signalstörungen oder Latenzzeiten. Er wird üblicherweise in Bit pro Sekunde oder in Byte pro Sekunde gemessen und ist eine entscheidende Kennzahl für die Leistungsfähigkeit von Netzwerken, Speichersystemen und Anwendungen. Während eine Leitung mit hoher Bandbreite grundsätzlich viel Potenzial bietet, hängt der tatsächliche Durchsatz davon ab, wie effizient die verfügbare Kapazität genutzt wird. In der Praxis ist der Datendurchsatz daher ein wichtiger Indikator, um die Qualität und Stabilität von Verbindungen realistisch zu bewerten.