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Dokument-ID: 1259127
8.4.1 Architektur und Funktionsweise von MCP
Ein MCP-gestütztes System besteht aus klar definierten Komponenten:
- MCP-Host: Die Umgebung, in der das KI-Modell läuft (zB eine Chatbot-App, eine IDE [Integrated Development Environment] mit integriertem KI-Assistenten, oder ein spezialisiertes branchenspezifisches Tool). Der Host nimmt Benutzeranfragen entgegen und koordiniert die Verarbeitung. Er enthält das LLM und einen MCP-Client.
- MCP-Client: Dieser fungiert als Übersetzer und Vermittler innerhalb des Hosts. Erkennt das LLM, dass es für die Beantwortung einer Anfrage externe Hilfe braucht (sei es eine Datenbankabfrage, ein Webservice oder eine Berechnung), formuliert es intern eine entsprechende Anforderung (Call). Der MCP-Client nimmt diese Anforderung entgegen, verpackt sie in das MCP-Standardformat und leitet sie an den MCP-Server weiter. Anschließend bekommt der Client die Antworten vom Server und reicht sie dem LLM in verständlicher Form zurück.
- MCP-Server: Dies ist der externe Dienst oder Adapter, der tatsächlich mit der Datenquelle oder dem Tool interagiert. Für unterschiedliche Systeme gibt es unterschiedliche MCP-Server – beispielsweise einen Server für Datenbankzugriff, einen für E-Mail-Versand, einen für Webscraping usw. Der Server empfängt die strukturierte Anfrage vom MCP-Client (etwa: „Führe SQL-Query X aus“ oder „Rufe API Y mit Parameter Z auf”), führt die Aktion im externen System aus und schickt das Ergebnis zurück. Die Antwort wird dabei so aufbereitet, dass das LLM sie als Kontext verstehen und verwenden kann.