1.9 Bauwerkintegrierte Photovoltaik
Photovoltaik (PV), wurde lange Zeit nur mit der Montage von Paneelen auf Dächern oder allenfalls der Aufständerung auf Freiflächen in Zusammenhang gebracht, wobei der Schwerpunkt der Überlegung eine PV-Anlage zu installieren, in der Ausschöpfung der Möglichkeiten auf die möglichst optimale Ausrichtung nach Süden im günstigsten Anstellwinkel zur Sonneneinstrahlung lag. Mit der Weiterentwicklung der Modultechnologie und der Leistungsstabilisierung haben sich neue Einsatzgebiete eröffnet, die immer mehr genutzt werden. Zusammenfassend lassen sich diese Anwendungen unter dem Sammelbegriff „Gebäude-“ oder „Bauwerkintegrierte Photovoltaik“, auch BIPV (Building-Integrated Photovoltaics), charakterisieren, die allein dadurch immer attraktiver und überlegenswerter werden, da nicht nur der Übergang zur Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen, sondern auch die höheren Ansprüche an die Energieeffizienz von Gebäuden aufgrund gesetzlicher Forderungen zu erfüllen sind. Der Begriff BIPV steht für die Verbauung von PV-Modulen in die Gebäudehülle mit dem Zweck, neben der Gewinnung von Solarstrom auch andere Anforderungen, die ein Gebäude zu erfüllen hat, abzudecken.