Speicherkapazität
Speicherkapazität bezeichnet die Menge an Energie, die ein Energiespeicher maximal aufnehmen und wieder abgeben kann. Sie wird üblicherweise in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Bei einem Batteriespeicher entspricht die Kapazität also der elektrischen Energie, die die Batterie im vollgeladenen Zustand speichern kann. Beispielsweise hat ein Heimspeicher mit 10 kWh Kapazität genug Energie, um ein typisches Einfamilienhaus für mehrere Stunden mit Strom zu versorgen (je nach Verbrauch). Wichtig ist, die Speicherkapazität von der Leistung zu unterscheiden: Die Leistung (angegeben in kW) gibt an, wie schnell der Speicher entladen oder geladen werden kann, während die Kapazität (kWh) die totale Energiemenge beschreibt. Ein Speicher mit hoher Kapazität kann viel Energie aufnehmen, aber wenn seine Leistung gering ist, kann er diese Energie nur langsam abgeben. Bei Batteriesystemen wird oft auch zwischen Brutto- und nutzbarer Kapazität unterschieden – ein Teil der Kapazität bleibt aus Lebensdauergründen oder technischen Gründen ungenutzt (Reserve), um die Batterie zu schonen. Auch nimmt die tatsächliche Kapazität im Laufe der Jahre durch Alterung etwas ab (Batteriedegradation). Neben elektrischen Speichern (Batterien, Pumpspeicherkraftwerke etc) spricht man auch bei Wärmespeichern von Speicherkapazität, dann meist in Kilowattstunden Wärme. In allen Fällen ist die Speicherkapazität eine zentrale Kennzahl: Sie bestimmt, wie lange ein Energiespeicher eine bestimmte Leistung liefern kann oder wie viel Überschussenergie aufgenommen werden kann. Eine ausreichend dimensionierte Speicherkapazität ist entscheidend, um bei einer Photovoltaikanlage Strom für sonnenarme Stunden oder die Nacht verfügbar zu halten und generell die Versorgungssicherheit zu erhöhen.