Dacheindeckung
Die Dacheindeckung ist das äußere, wetterfeste Material, mit dem ein Dach gedeckt ist. Sie bildet die sichtbare Dachoberfläche und schützt das Gebäude vor Regen, Schnee, Wind und UV-Strahlung. Je nach Dachtyp und regionalen Gegebenheiten kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz: In Österreich sind bei Steildächern traditionelle Dachziegel aus Ton oder Beton sehr verbreitet, aber auch Schieferplatten, Blechdächer (zB aus Zink oder Kupfer) oder Bitumenschindeln werden verwendet. Die Dacheindeckung muss gemeinsam mit der darunterliegenden Dachkonstruktion und etwaigen Unterspannbahnen sicherstellen, dass keine Feuchtigkeit ins Gebäudeinnere dringt. Gleichzeitig trägt sie zur Optik des Hauses bei und unterliegt bauordnungsrechtlichen Vorgaben (etwa hinsichtlich Brandschutz und Schneelast). Bei der Installation von Photovoltaik-Modulen auf einem geneigten Dach wird die PV-Anlage meistens auf der bestehenden Dacheindeckung montiert. Dachhaken oder Montageschienen werden dazu unter den Ziegeln an der Tragkonstruktion befestigt, sodass die Module dicht über den Ziegeln liegen, ohne die Schutzfunktion der Eindeckung zu beeinträchtigen. Wichtig ist, dass die Dacheindeckung bei der Montage unbeschädigt bleibt – defekte Ziegel sollten vorher ausgetauscht und Durchdringungen (zB für Kabel) sorgfältig abgedichtet werden. Es gibt auch Indach-Photovoltaiksysteme, bei denen Solarmodule selbst die Dacheindeckung ersetzen; solche Lösungen erfordern speziell geprüfte, regendichte Systeme, um den gleichen Schutz zu gewährleisten wie herkömmliche Dachmaterialien. Eine Dacheindeckung hat je nach Material eine lange Lebensdauer. Steht eine größere PV-Anlage an und das Dach ist bereits betagt, kann es sinnvoll sein, die Dacheindeckung im Vorfeld zu erneuern, um die kommende Betriebszeit der PV-Anlage (20–30 Jahre) ohne Undichtigkeiten zu überstehen.