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Albert Scherzer | Glossar

Netznutzungsentgelt

Das Netznutzungsentgelt ist ein Bestandteil der Stromrechnung, der die Nutzung des elektrischen Versorgungsnetzes vergütet. Es deckt die Kosten des Netzbetreibers für Aufbau, Ausbau, Instandhaltung und Betrieb des Stromnetzes. In Österreich wird das Netznutzungsentgelt von der Regulierungsbehörde festgelegt und gehört zu den so genannten Systemnutzungsentgelten. Für Endverbraucher (Entnehmer) fällt es pro Zählpunkt an – im Haushaltsbereich meist als Kombination aus Grundpauschale und einem Arbeitspreis pro verbrauchter Kilowattstunde. Die Höhe des Netznutzungsentgelts hängt unter anderem von der Netzebene und der Art des Anschlusses ab. Größere Industriekunden auf Mittel- oder Hochspannung zahlen beispielsweise andere Tarife als Haushalte im Niederspannungsnetz. Das Entgelt wird regelmäßig angepasst und spiegelt den finanziellen Aufwand wider, der nötig ist, um eine sichere und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten. Dazu zählen etwa die Wartung von Leitungen und Transformatoren, Reparaturen bei Störungen sowie der Netzausbau bei steigender Nachfrage. Durch das Netznutzungsentgelt stellen Netzbetreiber sicher, dass alle Nutzer anteilig zur Finanzierung der Infrastruktur beitragen – unabhängig davon, bei welchem Stromlieferanten sie ihren Vertrag haben. Regional können die Netznutzungsentgelte unterschiedlich hoch sein, da sie die spezifischen Kostenstrukturen der jeweiligen Netzbetreiber widerspiegeln. In der Stromrechnung sind diese Gebühren separat ausgewiesen und machen einen bedeutenden Anteil der Gesamtstromkosten aus. Als regulierter Tarifbestandteil unterliegen sie staatlicher Aufsicht und werden in öffentlichen Preisblättern transparent kommuniziert.