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Albert Scherzer | Glossar

E-Control

E-Control (Energie-Control Austria) ist die österreichische Regulierungsbehörde für den Strom- und Gasmarkt. Sie wurde 2001 gegründet und überwacht seitdem die Elektrizitäts- und Erdgaswirtschaft in Österreich mit dem Ziel, einen fairen Wettbewerb sicherzustellen und die Energieversorgung zu gewährleisten. Als unabhängige Behörde erlässt E-Control beispielsweise die Systemnutzungsentgelte-Verordnungen, welche die Netzentgelte (Netznutzungsentgelt, Netzverlustentgelt etc) für alle Netzbetreiber vorschreiben. Ebenso genehmigt sie die Allgemeinen Netzbedingungen und achtet darauf, dass die Netzbetreiber diskriminierungsfreien Netzzugang für Stromerzeuger und -verbraucher gewähren. Zu den Aufgaben von E-Control gehören weiters der Konsumentenschutz und die Tarifinformation: Sie betreibt einen Tarifkalkulator, mit dem Verbraucher Strom- und Gaspreise vergleichen können, und veröffentlicht Statistiken zum Energiemarkt. Darüber hinaus überwacht E-Control die Versorgungssicherheit und wirkt an der Ausarbeitung von technischen Regeln und Marktregeln mit (zB im Bereich erneuerbare Energien, Smart Metering, Netzstabilität). Im Falle von Streitigkeiten – etwa bei Netzzutrittsanträgen oder zwischen Marktteilnehmern – kann E-Control als Schlichtungsstelle fungieren. Insgesamt trägt E-Control dazu bei, dass der heimische Energiemarkt transparent, sicher und effizient funktioniert, was auch für die Integration von Photovoltaik-Strom ins Netz von großer Bedeutung ist. Für Betreiber von Photovoltaikanlagen ist E-Control relevant, da sie die Rahmenbedingungen für Einspeisetarife, Netzanschluss und Förderungen im Ökostrombereich mitgestaltet. Sie betreibt zudem die offizielle Herkunftsnachweis-Datenbank für Grünstrom.