Zustimmungsvermerk
Ein Zustimmungsvermerk ist ein schriftlicher oder dokumentierter Hinweis, der bestätigt, dass eine erforderliche Zustimmung erteilt wurde. Im Gegensatz zur Zustimmungsfiktion (bei der Schweigen als Zustimmung gilt) handelt es sich beim Zustimmungsvermerk um eine tatsächliche, explizite Zustimmung, die in den Unterlagen festgehalten wird. Dieser Vermerk kann beispielsweise in Form eines Stempels, einer Unterschrift oder eines schriftlichen Kommentars auf einem offiziellen Dokument erscheinen, um zu zeigen, dass die zuständige Stelle oder Person dem Vorhaben zugestimmt hat. In der Praxis findet man Zustimmungsvermerke häufig in Bau- und Genehmigungsverfahren. Beispielsweise kann ein Nachbar seine Zustimmung zu einem Bauvorhaben direkt auf dem Einreichplan schriftlich vermerken und unterschreiben (etwa mit dem Zusatz „einverstanden“ und Datum). Auch Behörden versehen Planunterlagen oft mit einem Zustimmungsvermerk oder Prüfvermerk (zB Stempel „genehmigt“ mit Datum), um ihre Einwilligung offiziell zu dokumentieren. Der Zustimmungsvermerk dient der Rechtsklarheit und Beweissicherung. Er zeigt eindeutig, dass die erforderliche Zustimmung vorliegt, und wird Teil der Akten. Ein fehlender Zustimmungsvermerk kann dazu führen, dass eine geplante Maßnahme nicht rechtswirksam genehmigt ist und gegebenenfalls angefochten werden kann. Daher sieht man auf vielen Formularen und Plänen spezielle Felder oder Stempel, in denen ein erforderlicher Zustimmungsvermerk durch Unterschrift oder Siegel festgehalten wird, um die Rechtswirksamkeit der Zustimmung sicherzustellen.