Energieertrag
Der Energieertrag bezeichnet die gewonnene Energiemenge, meist über einen bestimmten Zeitraum betrachtet. Im Zusammenhang mit Photovoltaik ist damit typischerweise der Stromertrag gemeint, also wie viele Kilowattstunden (kWh) elektrische Energie eine PV-Anlage in einem Tag, Monat oder Jahr produziert hat. Der Energieertrag ist das über die Zeit aufintegrierte Resultat der Leistungsabgabe: Ein hoher jährlicher Energieertrag einer Anlage ist wünschenswert, da er die Effizienz und Wirtschaftlichkeit widerspiegelt. Viele Faktoren beeinflussen den Energieertrag von PV-Anlagen: die installierte Nennleistung, die geografische Lage (Sonneneinstrahlung), Ausrichtung und Neigungswinkel der Module, mögliche Verschattungen, die Modultemperatur sowie technische Verluste im System. Der Ertrag wird oft in spezifischer Form angegeben, zB kWh pro kW_p installierter Leistung pro Jahr, um verschiedene Anlagen vergleichbar zu machen. Neben dem absoluten Energieertrag ist für Betreiber auch die zeitliche Verteilung bedeutsam – beispielsweise ob der Großteil der Energie in den Sommermonaten anfällt – sowie der Vergleich mit Prognosewerten. Ein Monitoring der Anlage prüft laufend, ob der aktuelle Energieertrag im erwarteten Bereich liegt, um Störungen oder Minderleistungen frühzeitig zu erkennen. In der Praxis wird der Energieertrag mittels Stromzähler oder Datenlogger erfasst und mit Erwartungswerten verglichen. So lässt sich beurteilen, ob eine PV-Anlage wie prognostiziert läuft. Beispiel: Eine 5 kWp-Photovoltaikanlage in Österreich kann je nach Sonnenscheindauer im Jahr etwa 4.500 bis 5.500 kWh erzeugen, was dem Jahresstromverbrauch eines Durchschnittshaushalts entspricht. Ob dieser Ertrag ins Netz eingespeist oder selbst verbraucht wird, bestimmt die wirtschaftliche Rentabilität der Anlage.