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Albert Scherzer | Glossar

Wärmeleitfähigkeit

Wärmeleitfähigkeit ist eine Materialeigenschaft, die angibt, wie gut Wärme durch ein Material hindurch fließen kann. Sie wird oft mit dem griechischen Buchstaben λ (Lambda) bezeichnet und in W/(m·K) gemessen (Watt pro Meter und Kelvin Temperaturdifferenz). Ein Material mit hoher Wärmeleitfähigkeit leitet Wärme sehr effizient weiter, während ein Material mit niedriger Wärmeleitfähigkeit Wärme nur schlecht überträgt (also ein guter Isolator ist). Beispiele verdeutlichen den Unterschied: Kupfer hat eine Wärmeleitfähigkeit von rund 380 W/(m·K) und ist damit ein hervorragender Wärmeleiter – daher wird es oft in Kühlkörpern oder Wärmeübertragern verwendet, um Wärme schnell abzuleiten. Dagegen liegt die Wärmeleitfähigkeit von Baustoffen wie Holz (ca 0,1–0,2 W[(m·K]) oder Dämmstoffen wie Styropor (ca 0,03–0,04 W/[m·K]) um Größenordnungen niedriger. Diese Materialien eignen sich als Wärmedämmung, weil sie den Wärmestrom stark bremsen. In der Praxis nutzt man Materialien entsprechend ihrer Wärmeleitfähigkeit: Bauteile, die Wärme gut ableiten sollen (zB die Bodenplatte eines Wechselrichters oder ein CPU-Kühlkörper), bestehen aus Metallen wie Aluminium (~200 W/[m·K]) oder Kupfer, um entstehende Hitze schnell wegzuführen, während Kunststoffe mit geringer Wärmeleitfähigkeit (zB ~ 0,2 W/[m·K]) als Kühlmaterial ungeeignet sind. Umgekehrt werden für die Isolierung von Heizkesseln, Warmwasserspeichern oder Gebäuden Materialien mit sehr geringer Wärmeleitfähigkeit eingesetzt, damit möglichst wenig Wärme nach außen entweicht. Die Kenntnis der Wärmeleitfähigkeit ist daher entscheidend, um im jeweiligen Anwendungsfall die richtigen Werkstoffe zu wählen – sei es zur Kühlung empfindlicher Komponenten oder zur Wärmedämmung und Energieeinsparung.